Mittwoch, 17. Mai 2017

IDAHOT* 2017

Irgendwie ist es in diesem Jahr gar nicht so schön bunt auf meinem blog. Ich weiß auch nicht genau, aber mir ist keine gute Aktion eingefallen.
Vielleicht hatte ich auch einfach keine Kraft dafür, denn ich bin noch immer nicht mit der Ostergeschichte fertig (Weihnachten naht ja schon fast), habe erst 2/3 vom WhiskyTeufel-Oneshot und das Geheimprojekt schwimmt quasi noch im Wasser.
Trotzdem gibt es zumindest ein paar virtuelle Luftballons mit all den Wünschen für einen respekt-und liebevollen Umgang, ganz egal welche Farbe, Rasse, Geschlecht oder sexuelle Identität dein Gegenüber auch haben möge.
In den Jahren als Autorin im Gay Romance Genre habe ich viel über Toleranz und Akzeptanz gelernt, gemerkt, dass diese Worte manchmal auch seltsame Einbahnstraßen sind und weiß, dass ich trotzdem nicht aufgeben darf, mich dafür einzusetzen. Meine eigenen (manchmal auch engen) Grenzen habe ich oft gesprengt und erkannt, dass ich mich mit bestimmten Dingen einfach nur ein bisschen auseinandersetzen muss, um sie zu begreifen und letztendlich auch zu akzeptieren.
Es sind ganz oft Berührungsängste, die einen zurückschrecken und dann auch irrational reagieren lassen.
Dabei glaube ich ganz fest daran, dass wir alle friedlich neben-und miteinander leben können. Ich muss nicht wissen, was meine Nachbarn in ihren Betten treiben. Es interessiert mich nicht, ob der Mann, der mir gegenübersteht, auch wirklich einen Schwanz in der Hose hat. Es ist nicht meine Entscheidung wie sehr sich jemand zu Männern und Frauen hingezogen fühlt, oder ob sich jemand nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren kann. Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass es für manche eben nicht so eine genaue Abgrenzung gibt?

IDAHOT oder wie auch immer all die neuen und politisch korrekten Buchstabenverbindungen sein mögen, ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Interphobie, Biphobie ... Ein internationaler Tag um das Anderssein zu feiern, um ein Miteinander zu zelebrieren und Lebensfreude zu bekunden.
Also lasst Luftballons in den Himmel steigen, hängt eure Wünsche und Träume von einer wundervollen Zukunft daran und genießt den Tag.

Ich habe mal geguckt, wo in meiner "Nähe" ein Rainbowflash geplant ist. Vielleicht wohnt ihr (im Gegensatz zu mir) tatsächlich dort in der Nähe und habt noch nichts vor:

Magdeburg: 17.30 Uhr auf dem Willy-Brand-Platz, organisiert vom LSVD Sachsen-Anhalt, CSD Magdeburg und Jugendtreff ComeIn  

Halle: 15.30 Uhr Markplatz, organisiert vom AK Queer, ab 17.05 steigen die Luftballons (was für eine coole Idee) 

Leipzig: 13 Uhr Richard- Wagner- Platz, organisiert von RosaLinde Leipzig e.V mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch und dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Studierendenrates der Universität Leipzig.

Berlin:  10.00 Uhr am Reichstag, organisiert von ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH und Deutsche AIDS-Hilfe
Am 17.5. um 10 Uhr versammeln wir uns in unserer ganzen Vielfalt unterm Regenbogen. Auf den Fotos wird dieser Regenbogen zugleich den Reichstag überspannen.  

Also macht euch auf, genießt den Tag und zeigt wie bunt und vielfältig das Leben sein kann. 



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