Mittwoch, 30. November 2016

Lesung zum Weltaidstag


Nun durfte ich bereits zum dritten Mal im Rahmen des Weltaidstages am heimischen Gymnasium lesen.
ich dachte,
ich mach mal ein selfie,
aber ich bin irgendwie total ungeschickt *lach*
 aber ich zeige es euch trotzdem
Von meiner eigenen Aufregung brauche ich wohl kaum etwas zu erzählen. In diesem Jahr wäre ich allerdings beinahe zu spät gekommen, wenn mein Mann mich nicht gerettet hätte. Mit einer dermaßen vereisten Frontscheibe meines Autos hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Der Gatte, der den Wagen vom Eis befreien wollte, hat schließlich aufgegeben und mich persönlich zur Schule gefahren. Zum Glück ist er mit seinem Arbeitszeiten ein wenig flexibel.

Ich bin also noch pünktlich angekommen und habe dann einen Chemieraum zugeteilt bekommen. So richtig mit abgestuften Sitzreihen und Lehrerpult ... na ja, es ist vielleicht nicht gerade ideal für eine gemütliche Lesung, aber es war auch nicht unbedingt schlimm. Seltsam fand ich es höchsten, wie ich im Laufe der Vorträge immer mehr mit dem Pult "verschmolzen" bin. Da habe ich selbst so ein oberlehrerhaftes Gefühl bekommen ... Zum Lesen habe ich mir dann allerdings einen Stuhl genommen und bin auch ein bisschen mehr in die Mitte gerückt.
in einer Pause: Der leere Raum und ich 

Wie in jedem Jahr war die erste Klasse immer ein wenig wie ein Probelauf. Ich achtete auf die Reaktionen, versuchte zu erkennen, wie meine Ausführungen zum Thema Aids und HIV ankommen und dabei auch die Zeit beim Lesen im Blick zu behalten. Auch diesmal habe ich einige kleine Korrekturen vorgenommen, aber dann lief es, zumindest aus meiner Sicht, wirklich gut.
Ebenfalls, wie in den Vorjahren, gab es eine Klasse, die tatsächlich mit mir geredet und ein paar Fragen gestellt hat. Das freut mich besonders, auch wenn ich natürlich weiß, dass das Thema eben ein bisschen schwierig ist.

Lustig war die Reaktion, als ich erzählte, dass ich auf fanfiktion mit dem Schreiben angefangen habe. Da gab es ziemlich viele Mädchen die anfingen zu kichern.
Was soll ich sagen? Es macht mir immer wieder unheimlich Spaß. Obwohl vier Lesungen an einem Tag durchaus anstrengend sind und das meiner Stimme am Ende deutlich anzuhören war, verging die Zeit für mich wie im Flug.

Natürlich liegt meine Hoffnung in erster Linie darin, dass die Jungs und Mädchen ein bisschen was mitnehmen, sich vielleicht ein paar Gedanken zum eigenen Umgang mit HIV machen und ihnen auch bewusst wird, dass trotz aller medizinischen Möglichkeiten, HIV immer noch nicht heilbar ist und das Virus für den Rest des Lebens im Körper bleibt. Das ist ja auch ein Teil der Botschaft meines Buches. Spannend fand ich, dass eine Lehrerin meinte, dass der Ausgang der Geschichte dann ja doch kein wirkliches Happy End wäre. Wir haben darüber und eben auch über meine Motivation, es genau so zu schreiben, eine ganze Weile geredet (es war auch noch eine Deutschlehrerin *gg*). Letztendlich fand sie es aber gut, dass ich es genau so gemacht habe.

Noch etwas ist mir in diesem Jahr positiv aufgefallen. Offenbar war eine neue Lehrerin für die Ausrichtung des Weltaidstages zuständig. Zum ersten Mal hingen die Plakate der Kampagne der  Deutschen Aidshilfe hinter mir und ich konnte ein paar Flyer und Postkarten verteilen. Damit hatte die Lesung gewissermaßen einen entsprechenden Rahmen. Das fand ich wirklich toll.

Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein darf. Diesmal vielleicht mit einem neuen Buch, dessen Idee schon seit ein paar Wochen vorhanden ist.
Es war mir in jedem Fall ein Vergnügen.

 

Kommentare:

  1. Tolle Aktion, schöner Bericht. Super!

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  2. Ja finde die Aktion auch super klasse .

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  3. War eine tolle Lesung besonderst das Buch hat mir unheimlich gefallen ! :)

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