Donnerstag, 30. Juni 2016

Liebesschlösser Band 2

Es war eine spontane Idee, einen zweiten Band mit Kurzgeschichten herauszubringen. Ich dachte mir, vielleicht ist ja der ein oder andere jetzt in der Urlaubszeit auf der Suche nach Lesestoff und freut sich über fünf Geschichte von mir.
Natürlich brauchte ich dafür auch ein neues Cover. Caro Sodar hat mich schließlich überzeugt, auch das Cover der ersten Anthologie zu ändern, damit man erkennt, dass die beiden ebooks zusammengehören. Ich finde, sie sind wirklich toll geworden und machen Lust, irgendwann noch ein drittes Buch dieser Reihe herauszubringen. Um den Print kümmere ich mich, wenn die eigene Urlaubszeit vorbei ist.

Fünf Kurzgeschichten, in denen sich alles um die Liebe dreht. Natürlich mit Happy End und einer Portion Erotik. Die Geschichten waren oder sind alle bereits online gewesen.

Egal ob beim anfangs unbefriedigenden Sex, nach einem feucht-fröhlichen Abend, bei gemeinsamen Tanzversuchen, auf einer uralten Bank oder zwischen den Stelen eines Denkmals... Liebe findet einen Weg. Es bedarf nur ein wenig Mut, um sich darauf einzulassen.
Symbolisch halten die Männer ihre Liebe mit einem Schloss fest, das sich weniger an Brücken, als in ihren Herzen befindet.

Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen!
Kaufen könnt ihr das ebook unter anderem hier Amazon (diese Anthologie gibt es aber auch in den meisten anderen Shops) 

Montag, 27. Juni 2016

Max von Rüßt zu Taufenstein

Ich freue mich, euch heute erneut ein ganz besonderes Buch vorstellen zu können.
Max hat Caro Sodar, France Carol und mich motiviert, für euch sommerlich-fröhliche Geschichten zu schreiben.
Da konnten wir nicht widerstehen.

Herausgekommmen ist ein Buch, in dem der männliche Spieltrieb im Fokus steht, aber natürlich auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Ich hatte wirklich viel Spaß an der Geschichte und ich glaube, meinen Kolleginnen ging es recht ähnlich.
Die Einnahmen aus dem Buch gehen wieder komplett an den Orden der Schwestern der perpetuellen Indulgenz.
Auf Bookrix gibt es zu allen drei Geschichten eine Leseprobe. Meine findet ihr hier:
Waldzauber , die der anderen beiden Autorinnen unter ihren Profilen.

Falls ihr für die Urlaubszeit noch ein bisschen Futter für eure ebook-reader sucht, dann kann ich euch dieses Buch sehr empfehlen. 
Das Buch gibt es hier: Amazon



Mittwoch, 15. Juni 2016

Trauer

Im Juni bin ich meist recht ruhig, denn ich mag ihn nicht. Seit mittlerweile 17 Jahren erinnert er mich daran, wie vergänglich das Leben ist, dass ein winziger Augenblick ausreicht, um alles zu ändern. Ich weiß, es ist eine lange Zeit und im Grunde spüre ich den Verlust kaum noch, aber im Juni ist er stark, kämpft sich an die Oberfläche, macht aus mir ein nervöses und stets zum Heulen bereites Etwas.
In diesem Jahr stehe ich nicht allein da. Das ist nichts worüber ich mich freue oder was mir Mut macht. Ganz im Gegenteil. Es tut mir so unendlich leid, dass es nun auch in Orlando Eltern geben wird, die vermutlich den Juni für den Rest ihres Lebens in Trauer verbringen werden, die irgendwann, wenn der Schmerz und die Trauer nicht mehr so groß sind, einfach nur noch dankbar dafür sind, dass sie am Ende des Monats das Kalenderblatt abreißen können und die Freude am Lebenn wieder die Oberhand gewinnt.
Ich wünsche allen, die in Orlando diesen furchtbaren Verlust erleben mussten, dass sie diesen Punkt irgendwann erreichen.
Es ist, als würde das schreckliche Ereignis meine eigene Trauer neu beleben. Ich komme mir so verdammt hilflos vor und spüre, wie meine Gedanken immer wieder wegtreiben. Wie oft habe ich Geschichten geschrieben, in denen sich die Protagonisten in einem Club kennengelernt haben? Wie oft habe ich ihnen dort das Gefühl gegeben, zu leben, sie selbst zu sein, alles schaffen zu können. Musik ist so ein großer und wichtiger Faktor. Tanzen ... sich selbst spüren, zu wissen, dass man lebendig ist und ... nicht allein. Natürlich ist alles nur Fantasie ... aber auf eine unglaublich bestürzende Art hat sie nun einen Riss bekommen.
Ich lese all die Berichte auf FB, sehe ich die Namen und Gesichter und kann den Schmerz kaum in Worte fassen.
Ich hoffe, es gibt viele LGBTI-Menschen, die aufstehen, gegen die Ohnmacht ankämpfen, auch weiterhin feiern, sich zeigen und ihre Liebe nicht verstecken.
Ich hoffe, sie wissen, dass es viele Leute gibt, die hinter ihnen stehen, die sie gern stärken und unterstützen.
Was bleibt für mich? Ich nehme die Trauer an, lasse zu, dass sie ein Teil dessen ist, was mich ausmacht. Obendrein mache ich das, was ich einigermaßen gut kann... ich schreibe.



Donnerstag, 2. Juni 2016

Pläne, Ratgeber und Komfortzone


Hiermit heiße ich euch zu einer neuen Rubrik, vielleicht auch eine Art Kolumne willkommen. In regel-bis unregelmäßigen Abständen werde ich ein bisschen vom Schreiben erzählen. Das ist ansich nicht wirklich neu, aber vielleicht habt ihr ja Lust, einen Blick hinter den glitzerbunten Vorhang zu werfen und ein paar Details zu erfahren.

Eigentlich möchte ich mich gar nicht so sehr in Plänen verlieren. Wie man sieht und weiß, fehlt mir dazu ein bisschen die Disziplin. Wobei ich mir mittlerweile einrede, dass für jede Geschichte der richtige Zeitpunkt kommt und man diesen nicht oder nur selten durch Termindruck beschleunigen kann.
Manchmal dauert es ein bisschen länger und dann drängt es plötzlich so sehr, dass es gar keine Schreibalternative gibt.
Für andere Ideen kommt vielleicht niemals der richtige Zeitpunkt. Sie tauchen einfach nur kurz in meinem Kopf auf und verschwinden wieder.
Ich weiß, dass ich kein Plotbunny schriftlich einfangen muss. Die Geschichten, die geschrieben werden wollen, die bleiben in meinem Gehirn und drängen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen an die Oberfläche. Sie füttern mich mit neuen Szenen, tauchen wieder ab oder sind so hartnäckig, dass die Zeit einfach gekommen ist. Es ist ein seltsamer und faszinierender Mechanismus, der ... obwohl er mir ganz eigen ist, sich manchmal auch anfühlt, als wäre ich fremdbestimmt, als wäre da jemand anderes, der die Knöpfe drückt.

Trotzdem schreibe ich immer wieder einen Zeitplan und sei es nur, um zu erkennen, dass es nicht so funktioniert wie gehofft. Es ist jedoch meistens erstaunlich beruhigend und manchmal auch motivierend. Vor allem, wenn ich dann tatsächlich hinter ein abgeschlossenes Projekt einen Haken setzen kann. Ja, auch das gelingt mir hin und wieder.

Im Mai habe ich deutlich weniger geschrieben, als ich geplant und erwartet hatte. Das lag zum einen am familiären Feierstress (ich hätte mir eigentlich denken können, dass sich meine Muse da schreckhaft versteckt), zum anderen wohl auch daran, dass ich viel gelesen und recherchiert habe. Im Moment bastle ich an einigen ziemlich schwierigen Ideen, die sich nicht so schnell runterschreiben lassen. Ich brauche, und das ist recht neu für mich, ein bisschen Vorlauf, muss mir ein paar mehr Notizen als üblich machen und beschäftige mich obendrein mit Dingen, die mir nicht wirklich nah sind. Das macht es allerdings auch unheimlich spannend. Ich verlasse gern meine Komfortzone und versuche mich an neuen oder nicht ganz gewöhnlichen Dingen.

Zum ersten Mal habe ich mir für eine Idee einen Ratgeber zugelegt. Ich bin da ja immer sehr skeptisch. Schreiben ist für mich eine individuelle Angelegenheit. Ich finde die meisten Ratgeber in dieser Hinsicht recht vermessen, denn die Autoren nehmen sich darin selbst viel zu ernst und verbreiten immer den Anschein, als würden sie die einzig wahren Schriftsteller sein und nur dieser, von ihnen propagierte Weg, sei der richtige. Das ist für mich eher frustrierend und teilweise auch lächerlich.
Natürlich gibt es "Handwerkszeug", das man im Laufe der Zeit verinnerlichen sollte, aber ich denke, dass jeder seinen individuellen Weg finden und gehen sollte. Ich glaube auch nicht daran, dass es eine einzige richtige Methode gibt, um ein Buch zuendezuschreiben oder eine Idee auszuarbeiten.
Wer einen Ratgeber braucht, der sollte ihn natürlich auch nutzen. Manchmal enthalten sie vielleicht auch genau den Denkanstoß, den man benötigt, um ein Projekt anzugehen.
Schließlich habe ich ja nun auch einen solchen Ratgeber auf meinem Reader. Allerdings geht es nicht um eine allgemeine Schreibhilfe, sondern in erster Linie um Suspense.
Ein vollkommen neues Thema, das ich aber verdammt spannend (kleines Wortspiel) finde. Ich war trotzdem am Anfang zurückhaltend, aber dann hat mich das Buch wirklich begeistert. Ich kann es kaum fassen, wie nah mir die so unglaublich berühmte Autorin gekommen ist. Ich hatte das Gefühl, sie hat mir regelrecht über die Schulter geschaut oder ich ihr oder wir uns ... dabei ist sie schon einige Jahre tot und ich habe noch nie ein Buch von ihr gelesen. Es gab so viele Gemeinsamkeiten hinsichtlich des Schreibens, dass ich in einen seltsamen Enthusiasmus verfallen bin.
Ich glaube, ich habe ganz oft laut "Ja" gerufen oder angefangen zu lachen, weil ich mich in so vielen Dingen wiedererkannt habe. Dinge, die ich für schrullige und alberne Angewohnheiten von mir gehalten habe ... Es ist beruhigend, wenn man merkt, dass man doch nicht so allein dasteht wie gedacht.

Dieses Buch hat mich nicht nur in meinem Bestreben nach einem neuen Genre weitergebracht, sondern mich auch innerlich gestärkt und mich sogar ein Stück weit demütig werden lassen. Die Vorstellung, Bücher auf der Schreibmaschine zu tippen, ganze Kapitel oder Handlungsstränge zu ändern, zu kürzen oder gar rauszuschmeißen und das alles ohne PC oder Laptop .... das ist eine echte Leistung.
Es wird noch ein bisschen dauern, bis ich diese Idee letztendlich aufschreiben werde.
Ich hoffe, es klappt noch in diesem Jahr, obwohl da auf meinem Plan ganz groß die "Eiswelt" steht. Aber auch da geht es ein bisschen aus meiner Komfortzone heraus, nicht nur weil es so viel zu überarbeiten gibt, sondern auch, weil Tobis Schwedengeschichte nicht ganz so sommerlich-süß ist.
Damit bleibt es wohl in jeder Hinsicht spannend...