Dienstag, 17. Mai 2016

Luftballons zum IDAHOT

Willkommen zum IDAHOT 2016!
Zum Glück bin ich nicht allein mit meinen virtuellen Luftballons.
Zwei Bilder haben mich erreicht und ich freue mich, dass sich jemand spontan Zeit für diese kleine Aktion genommen hat. Sie läuft im Übrigen noch bis zum Freitag. Wenn ihr mir noch ein Bild schicken wollt, könnt ihr das gern machen.
Schade, dass bisher niemand von den Autoren-bloggern mitmacht, denn ich finde, diese Art von Vernetzung bringt nicht nur viel Spaß, sondern sorgt auch immer wieder dafür, dass wir von Lesern, die uns bisher noch nicht gekannt haben, entdeckt werden. Aber vermutlich bin ich auch irgendwie ein bisschen allein mit meiner Liebe für den blog und allem was dazu gehört.

Was bedeutet IDAHOT? Es ist der internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie. Seit 2015 ist auch die Biphobie darin enthalten und einige fügen ebenfalls Interphobie hinzu.
Dieser Tag erinnert ursprünglich daran, dass erst im Jahr 1990 die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen hat.
Es geht um Akzeptanz, darum das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie viel Ausgrenzung und Anfeindung es immer noch gibt. Und damit meine ich nicht nur die Länder, in denen Homosexualität und Transsexualität unter Strafe stehen und die Menschen dort in ständiger Angst leben.
Manchmal kann ich kaum begreifen, dass es heute noch so nötig ist, sich deutlich zu positionieren und gegen Homophobie anzukämpfen. Allerdings scheint es mir gerade wieder wichtiger denn je zu sein. Es ist erst wenige Wochen her, als ich mitten in ein Gespräch geriet, das ich bis heute kaum verarbeiten kann und das mich wirklich nachhaltig erschüttert hat. Ich begreife nicht, worin die Bedrohung liegen soll, verstehe nicht, weshalb es irgendeinen Grund geben sollte, jemand wegen seiner höchst persönlichen Sexualität zu verurteilen. Wir haben schließlich alle nur das eine Leben und niemand bekommt eine zweite Chance oder eine besondere Auszeichnung dafür, weil er sich verstellt oder angepasst hat, anstatt seinen Gefühlen und Wünschen die Möglichkeit zu geben, für ein erfülltes und glückliches Dasein zu sorgen.
Ich lasse meine virtuellen Luftballons also mit dem Wunsch steigen, dass das Leben bunt bleibt und Vielfalt zur Norm wird. Ich wünsche mir für meine Kinder eine Welt voller Farben und Entscheidungen, die losgelöst von der Engstirnigkeit der anderen, aus dem Herzen und dem Verstand kommen können.



Zusammen mit meinen steigen auch Luftballons von
Brigitte Böhm
und von
Sandra Schmitt
in die Weiten des Internets.

Vielleicht habt ihr ja auch noch Lust darauf, ein Bild zu gestalten oder selbst aufzunehmen und es mir zuzuschicken. Bis zum Freitag könnt ihr noch mitmachen.
Ansonsten wünsche ich euch allen einen schönen IDAHOT, vielleicht nehmt ihr ja sogar an einem realen Rainbow-Flash teil und schickt eure Botschaft in den Himmel.



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