Donnerstag, 3. Dezember 2015

Buch Berlin

ich weiß, es ist unscharf, aber ich mag es trotzdem 
Vier Tage Aufregung, Spannung, Spaß und jede Menge Unterhaltung.
Obwohl ich schon ein paar Tage zurück bin, fällt es mir immer noch nicht so richtig leicht, die Zeit in Worte zu fassen. Das ist allerdings überaus positiv, denn ich bin in jeder Hinsicht geflasht von den Eindrücken.
Jeder Tag hatte einen ganz besonderen Charme. An jedem Tag habe ich mich so viel unterhalten, dass es vermutlich für die nächsten Wochen reichen würde, so viele Erkenntnisse gewonnen und natürlich so unglaublich viel Spaß gehabt.
Die große Stadt Berlin mit der winzig kleinen Messe: Eigentlich ist es ein echter Widerspruch und gleichzeitig ist es ein ganz besonderes Erlebnis, denn vermutlich trifft man bei keiner anderen Buchmesse so viele Autoren aus dem Bereich gay/gay romance.
Dazu die wunderbaren Leser, denen offensichtlich kein Weg zu weit ist, um sich direkt vor Ort ein Buch zu kaufen, es sich signieren zu lassen und mit uns "Schreiberlingen" ins Gespräch zu kommen. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle Leser. Ihr seid unglaublich!
Das ist nicht mit Leipzig zu vergleichen (in Frankfurt war ich noch nie), denn die Messe ansich ist eigentlich nur der Ort, um sich zu begegnen. Natürlich geht es auch um Bücher und um den Verkauf, aber irgendwie tritt das trotzallem in den Hintergrund. Es fühlt sich tatsächlich wie ein großes Autoren/Lesertreffen mit allem Drum und Dran an.
Wir haben wieder zum Großteil im gleichen Hotel gewohnt und dort die Bar bis weit nach Mitternacht in Beschlag genommen. Es gab eigentlich an jedem Abend gemeinsame Essen. Eines davon fand gleich am Freitag mit den Schwestern statt. Es ist immer wieder eine Freude die Schwestern zu treffen.

Das größte war sicherlich am Samstag beim Chinesen. Vielleicht lief es nicht perfekt, weil einfach nicht genug Platz war, aber ich fand es trotzdem schön und gelungen.
Am Ende stellt man vermutlich immer fest, dass man längst nicht mit allen erzählt hat, dass es immer noch Leute gibt, die man besser kennenlernen möchte oder dass man sich wünscht, hier und da ein bisschen "ungestörter" zu sein. Aber das ist im Grunde nur ein Jammern auf hohem Niveau, denn die meiste Zeit war ich vollkommen zufrieden und überaus glücklich.
Ich schätze, wir Gay-Autoren sind schon ein besonderer Haufen und es ist ein ziemlich gutes Gefühl, dazuzugehören. 
Neben den "großen" Auftritten gab es auch ein paar sehr persönliche Momente. Als meine Freundin, die ich seit der ersten Klasse kenne und liebe, den Messeraum betreten hat ... das war wirlich ein ganz toller Augenblick.
Trotz aller Euphorie gab es für mich auch ein paar Augenblicke, in denen Erkenntnisse auf mich einschlugen, an denen ich wohl noch eine Weile knabbern werde. Ich weiß nicht, ob es wirklich daran liegt, dass ich grundsätzlich zu lieb oder zu kompromissbereit bin ... Immerhin kristallisiert sich immer deutlicher heraus, was ich nicht will und auch dazu hat diese Messe einen deutlich Beitrag geleistet.
Trotzdem... ein wahres Highlight, von dem ich noch lange zehren werde. Ein  wunderbares Wochenende mit lieben Kollegen und Freunden ... da war es am Ende sogar egal, dass ich meinen Bus verpasst habe und die Bahn sich mal wieder von ihrer düsteren Seite gezeigt hat. Irgendwie und irgendwann bin ich meinem Mann in die Arme gefallen und mehr oder weniger direkt eingeschlafen. Vermutlich werde ich allmählich zu alt, für drei Nächte mit maximal vier Stunden Schlaf!

Und hier noch ein paar Impressionen von den Messetagen: 
 






Danke Berlin, das war ein echt tolles Wochenende: 





Kommentare:

  1. Da möchte man doch echt endlich mal selber ein Buch herausbringen und Teil der Truppe werden.
    Ich hoffe zumindest wieder in Leipzig dabei zu sein und ein paar Autoren zu treffen.

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