Dienstag, 21. Juli 2015

Urlaubsgruß Nummer Drei


Nur noch ein Blick, ein letzter verzweifelter Kuss.
Die Tür fällt ins Schloss, hinterlässt ein lautes Dröhnen in meinem Kopf. Ich bin allein, fühle mich verloren ohne dich.
Ein Urlaubsflirt... mehr ist es nicht gewesen und doch fühlt es sich nach so viel mehr an.
Ich sinke auf die Knie, vergrabe das Gesicht in den Händen. Mein Herz zerbricht in tausend Scherben. Es tut so verdammt weh.
Ein lautes Hämmern an der Tür reißt mich aus meiner Starre. Energisch und unwirklich kommt es mir vor. Trotzdem schlägt mein Herz augenblicklich schneller, macht sich ein Funken Hoffnung in mir breit.
Ich versuche ihn abzuschütteln, als ich mit zittriger Hand die Türklinke hinunterdrücke. Meine Augen brennen, aber es kommen keine Tränen. Ich glaube, ich kann gar nicht heulen, aber ich weiß, was es heißt zu lieben. Und ich habe geliebt. Schnell, stürmisch, alles verzehrend, sanft, tief und mit jeder Zelle meines Körpers.
Das Klopfen an der Tür überträgt sich auf meinen Körper. Alles vibriert. Zögernd öffne ich, traue meinen Augen nicht. Wir sehen uns an, lächeln. Die Sehnsucht schwappt über.
„Hab was vergessen“, murmelt er und zieht mich in seine Arme. Unsere Münder prallen unkontrolliert aufeinander. Schmerzhaft stoßen Zähne zusammen. Wir lachen, stöhnen, winseln... „Was hast du vergessen?“, erkundige ich mich atemlos.
„Mein Herz.“


Kommentare:

  1. *Seufz* Ich dachte schon kurz, dass es traurig bleiben würde.
    Dankeschön für das kleine Happy End.

    LG Piccolo

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  2. Ich finde Deine Urlaubsgrüße so wunderschön. *seufz*

    LG Sabrina

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