Freitag, 27. März 2015

Tanz inklusive

Endlich ist es soweit. Meine kleine Serie "Alles Liebe" geht mit "Tanz inklusive" an den Start.

 Vielen Dank Melanie für deine Wörter und Namen. 

Es hat viel Spaß gemacht, eine Geschichte dazu zu schreiben. Wer hätte gedacht, dass sie doch so ansehnliche Ausmaße annehmen würde.
In der nächsten Woche macht sich auch der Print an den Start.
Der zweite Teil mit den Wörtern von Brimel ist für Ende Mai/Anfang Juni geplant.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über Kommentare!

Hier geht es zu Amazon: Tanz inklusive


Freitag, 20. März 2015

Sweet Friday


Heute geht es nicht um Muffins oder Plätzchen, sondern um eine niedliche, aber auch wichtige Geschichte.
Ich konnte einfach nicht anders und musste mir das Buch "Keine Angst in Andersum" von Olivia Jones kaufen.
Schon lange spiele ich selbst mit einer Idee für ein Kinderbuch, eigentlich eher für ein Märchen. Vor einiger Zeit wurde ich zudem von ein paar Jungs im Schwimmbad für ein Jugendbuch inspiriert, aber noch gibt es nichts Konkretes, sondern nur ein paar lose Ideen und Gedankengänge.
Deshalb war ich schon begeistert, noch ehe ich das Buch überhaupt gelesen habe. Ich finde es so unglaublich wichtig, dass man auch kleine Kinder auf den richtigen oder nein, auf einen vorurteilsfreien Weg schickt. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Spaß, mit dem, was sie begreifen und beobachten können. Denn unsere Gesellschaft ist in einem Wandel. Auch wenn noch längst nicht alles so ist, wie es idealerweise sein sollte, aber es gibt immer mehr homosexuelle Paare, die Kinder aufziehen. Und das ist richtig und gut.
Vielleicht bin ich wirklich mit überschwänglicher Begeisterung an das Buch herangegangen, ich konnte es jedenfalls nicht mehr weglegen. Okay, die Geschichte ist kurz und für Kinder, aber sie macht auch mir als Erwachsene richtig Spaß, denn sie verändert auf angenehme und spielerische Weise die Sicht der Dinge. Ja, was wäre denn, wenn die überwiegende Anzahl der Männer "Frauenberufe" ausüben und in Kleidern und Röcken herumlaufen würde? Wenn Männer nur Männer lieben und Frauen andere Frauen? Und dann pfeift die Bauarbeiterin dem süßen Kindergärtner hinterher und eine Liebe entsteht, die nicht sein darf, weil sie nicht normal ist. Und es sind die Kinder, die dagegen rebellieren, weil sie die Dinge sehr viel einfacher sehen und viel weniger Berührungsängste haben. Und am Ende ist das, was man für normal hält nur ein Teil der Möglichkeiten, die unsere Welt für uns bereithält.
Ich denke dabei ja auch immer wieder gern an das schwule Pinguinpaar, das jahrelang nur Ersatzeier bekam und dann ein richtiges Ei ausgebrütet hat. Die beiden Väter haben sich ganz vorbildlich um ihr Küken gekümmert.
Und so zieht Olivia Jones einen Bogen, der über Homosexualität hinausgeht, sondern auch Dinge beleuchtet, die wir schon längst als gegeben ansehen. Frauen in Hosen, Namen und deren unterschiedliche Bedeutung. Nicht jede Andrea ist zwangsläufig ein Mädchen. Die Tierwelt, die auch einige Besonderheiten bereithält. Aber eben auch die Tatsache, dass es noch viel zu viele Länder gibt, in denen Homosexualität bestraft wird.
Und das alles auf eine sehr charmante Art und Weise, mit Liebe zum Detail und vor allem mit Liebe... denn das ist es, was wir brauchen: Liebe und Verständnis.
Am meisten hat mir der Aufhänger des Buches gefallen. Nicht, weil er besonders raffiniert ist, sondern weil ich selbst vor einiger Zeit eine Diskussion darüber hatte, die mich auch heute nicht so wirklich loslässt. Darf man "schwul" wirklich als Schimpfwort der Jugendsprache abtun? Kann man sich wirklich einfach zurücklehnen und sagen, dass es nun mal zur Jugendkultur gehört und wir früher ja auch Wörter benutzt haben, bei denen unseren Eltern die Haare zu Berge standen. Geil wird da immer wieder gern verwendet oder auch cool. Natürlich kann ich mich an eine Zeit erinnern, wo alles geil war, aber dieses Wort ist doch kein Synonym für eine Bevölkerungsgruppe. Krass und Fett gibt es auch und bei letzterem fühle ich mich tatsächlich auch nicht besonders wohl. Aber all diese Wörter sind trotzdem irgendwie positiv verhaftet. Wenn etwas schwul ist, dann geht die Intension eindeutig in eine andere Richtung und das macht für mich auch den Zusammenhang. Denn niemand sagt zu einer positiven, geilen, echt krassen Sache: Boah ist das hetero!
Egal, wie man es dreht und wendet, dieses Schimpfwort geht unter die Gürtellinie und jeder junge Mann, der gewissermaßen dabei ist, sich zu erkennen oder zu finden, wird damit zu kämpfen haben. Denn wenn der Deutschtest, den man gerade mit einer fünf zurückbekommen hat, voll schwul ist, welchen Stellenwert hat man dann selbst, wenn man erkennt, dass man eben auch voll schwul ist.
Okay, es ist ja ein süßer Freitag und so soll es auch bleiben.
Ich kann euch dieses wirklich schöne Buch nur ans Herz legen. Egal ob ihr Kinder habt oder nicht, es lohnt sich auf jeden Fall!
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 18. März 2015

Gemütliche Messeplauderei


Mit einem Glas Glen Faol Whisky Special Edition "Leipzig Fair Trade unlimited" sitzen Kevin, Michael und ich zusammen und lassen die letzten Tage Revue passieren.
"Wie war denn eure Anfahrt?", erkundige ich mich und sehe Michael neugierig an.
"Lang", brummt er. "Unglaublich lang und beengt. Dieser alte Transporter rumpelte über die Autobahn und manchmal dachte ich, wir schaffen selbst die kleinste Steigung nicht."
"Ach Quatsch, es war doch ganz lustig", mischt sich Kevin lachend ein. "Sei nicht immer so versnobt"
"Wer hier wohl ein Snob ist? Muss ich dich daran erinnern, dass du dich jeden Tag darüber beschwert hast, dass nur ich auf der Tapete hinter dem Cursed Stand zu sehen war? Und das, wo es doch angeblich nur deine Geschichte ist!"
"Ich finde das auch immer noch nicht fair. Obwohl du wirklich heiß aussiehst auf diesem Bild." Kevin seufzt und dann sieht er mich grimmig an. "Wieso gibt es kein Bild von mir?"
"Tut mir leid", murmle ich und mache ein betretendes Gesicht. "wir konnten echt kein Bild finden, das dir gerecht wird."
"Toll", murrt er und trinkt einen großen Schluck von seinem Whisky.
"Du bist eben unvergleichlich gut aussehend und sexy. Ich möchte dich gar nicht mit all den Lesern teilen müssen", raunt Michael ihm zu, legt einen Arm um Kevins Schulter und drückt einen Kuss auf seine Wange.
"Ach, aber ich soll dich mit ihnen teilen?", begehrt er auf und funkelt Michale eifersüchtig an.
"Du weißt doch, dass ich nur dir gehöre."
"Und du weißt das nicht? Glaubst du, ich würde... ich... also... denkst du?" Er gerät ins Stocken und sieht Michael unsicher an.
"Ich weiß, dass du zu mir gehörst", flüstert Michael und verschließt Kevins Mund, noch ehe er etwas sagen kann. Ich kann den Blick gar nicht abwenden und frage mich, wie ich es geschafft habe, dass die beiden so verliebt sind. Man kann vor allem so unglaublich deutlich spüren, wie sehr sie miteinander verbunden sind. Dabei war ich mir am Anfang gar nicht sicher, wie ich sie zusammenbringen soll.
"Und was ist mit dir?", fragt Kevin nach einer Weile und scheint sich wieder beruhigt zu haben. "Wie war deine Fahrt?"
"Eigentlich unspektakulär. Wie immer war es am Ende recht hektisch bei mir. Schließlich habe ich die Muffins erst am Vormittag fertig gemacht, meine Mutter wollte auch noch Kuchen haben, denn sie hatte am Donnerstag Geburtstag. Gegen 18.30 Uhr bin ich erst losgefahren, aber immerhin staufrei. Sogar mein altes Navi hat mich problemlos ans Ziel gebracht. In der Ferienwohnung wurde ich mit großem "Hallo" empfangen und habe ich riesig gefreut, meine Mitautorinnen zu treffen."
"Die von der Kuschelgang?", erkundigt sich Michael neugierig.
"Genau! Wir hatten ja auch einen eigenen Stand zusammen mit dem Mainverlag. Sie haben mir erst mal ausführlich erzählt wie der erste Messetag war. Das kribblige Gefühl ist direkt auf mich übergesprungen und ich konnte es kaum erwarten, bis es am Freitag auch für mich endlich losging."
"Kribblig war mir auch zumute, aber wir waren ja irgendwie keine Sekunde allein", murrt Kevin.
"Das haben wir doch schon längst nachgeholt", erwidert Michael.
"Wenn du das glaubst, dann muss ich dir sagen, dass du ziemlich alt bist. Mir reicht es noch lange nicht. Es waren immerhin vier Messetage, in denen wir kaum eine ruhige Minute hatten." Kevin legt den Kopf auf Michaels Schoß und seine Beine landen bei mir. Sein einnehmendes Wesen war mir schon immer bewusst und so wehre ich mich nicht gegen den Übergriff. Er presst seine Wange gegen Michaels Schritt, sodass dieser kurz aufstöhnt, sich dann aber wieder fängt. "Und weiter?", fragt er mich, während er Kevins freche Anmache abblockt. "Wie war dein erster Messetag?"
"Aufregend", antworte ich und muss mich kurz räuspern. Bisher habe ich mich eigentlich nicht für einen Spanner gehalten, aber die beiden machen es mir nicht leicht, den Blick abzuwenden. Kevin ist echt... ein kleiner Teufel. "Der Stand sah toll aus..."
"Stimmt, der hat mir auch gefallen. So farbenfroh und fröhlich."
"Farbenfroh und fröhlich?"
Michael und ich gucken Kevin erstaunt an. Der zuckt nur mit den Schultern. "Was denn? Gibt es irgendeine Regel, die besagt, dass mir das nicht gefallen darf? Okay, ich würde mein Zimmer sicherlich nicht so gestalten, aber für eine Messe war es ein absoluter Hingucker und es hat doch die Leute angezogen, oder nicht."
"Absolut", pflichte ich ihm bei. "Besonders der bunte Teddy war ein echter Magnet."
"Ich mag meinen Wolf."
"Das hoffe ich." Michael streichelt Kevins durchs Haar. Die beiden sehen sich an und ich bin mir sicher, dass nicht nur ich die Herzchen sehen kann. Das ist schon ein bisschen kitschig, aber hach... verdammt, es ist ziemlich schön....
"Wir haben Unmengen an Flyern und Werbezeugs unter die Leute gebracht."
"Und die kleinen bunten Zuckerstangen", sagt Kevin und richtet sich ein Stück auf. "Hast du davon noch welchen? Die waren echt lecker"
"Ein paar sind noch da." Ich schiebe seine Füße zur Seite und lehne mich nach vorn zum Couchtisch. Dort steht eine Tüte, in der die ganzen Süßigkeitenreste von der Messe drin sind. Viel ist es nicht, aber für Kevin ist auf jeden Fall noch eine Zuckerstange dabei.
"Ich war ziemlich aufgeregt, als ich am Nachmittag endlich mit den Muffins zu euch in Halle 1 gekommen bin.Und von der Tapete war ich echt geflasht!"
"Du wusstet nichts davon?"
"Nein, das war eine richtige Überraschung."
"Geil", ruft Kevin enthusiastisch, dann runzelt er jedoch die Stirn. "Wäre noch geiler gewesen, wenn ich auch drauf gewesen wäre."
"Nicht schon wieder", rufen Michael und ich gleichzeitig, was Kevin erneut zum Schmollen bringt.
"Halle 1 ist immer wieder ein besonderes Erlebnis", sage ich und die vielen Bilder laufen wie ein Film an mir vorbei. "Auch wenn ich fast keine der Figuren erkenne, finde ich die Kostüme echt großartig. Die Mühe, die dahinter steckt, beeindruckt mich jedes Jahr von Neuem."
"Das ist wirklich nicht meine Welt", brummt Michael. "Zu viel Chaos. Und wie die Halle gestürmt wurde... ich habe da wirklich um mein Leben gebangt."
"Ich hätte dich gerettet", ruft Kevin lachend.
"Das nächste Mal besuchen wir eine Whiskymesse, da geht es sehr viel ruhiger zu."
"Ich weiß nicht, wenn Kevin so viel durcheinander trinkt...", wende ich ein und bekomme einen Tritt, denn er hat seine Beine natürlich wieder zurückgelegt.
"Stimmt, das eine Mal hat mir vollkommen gereicht."
"Das ist doch schon Ewigkeiten her, das zählt gar nicht." Er verschränkt beleidigt die Arme vor der Brust.
"Ewigkeiten würde ich nicht unbedingt sagen..."
"Es ist seitdem jedenfalls nicht wieder vorgekommen. Und hättest du dich nicht so gemein benommen, dann..."
"Lasst uns doch noch ein bisschen über die Messe reden", unterbreche ich die beiden, bevor sie noch mehr aus dem Nähkästchen plaudern. "Wusstest ihr, dass ihr das erste verkaufte Buch am Stand des Cursed Verlages ward?"
"Natürlich! Wir waren schließlich dabei", brummelt Kevin und verdreht die Augen.
Ich gehe nicht darauf ein, sondern reiche ihm sein Glas. Auch Michael nimmt seinen Whiskybecher und wir stoßen gemeinsam an. "Auf das erste verkaufte Buch. Hoffentlich hat der Käufer viel Spaß damit!"
"Aber der Freitagabend... also mal ehrlich! Wehe, wenn Frauen losgelassen werden." Michael schüttelt den Kopf.
"Was denn?", frage ich und versuche möglichst unschuldig zu gucken. Leider gelingt mir das nicht, denn die Erinnerung an den Abend zusammen mit den Mädels vom Cursed Verlag bringt mich zum Lachen.
"Das war ganz schön... verdorben!"
"Unsinn, das waren Erotikleseproben... Alles echte Literatur!"
"Hetero", ruft Kevin und schüttelt sich.
"Na und?"
"Selbst Ornias, dieser Dämon aus dem anderen Buch ist ein bisschen blass um die Nase geworden. Niemand will so etwas lesen oder hören!"
"Ich habe mich ganz unglaublich amüsiert", sage ich und kriege das Grinsen nicht aus dem Gesicht. "So viel habe ich schon lange nicht mehr gelacht. Ihr seid ja echt empfindlich! Aber davon mal abgesehen. Sieht der Dämon heiß aus?"
"Oh ja", seufzt Kevin sofort. "Verdammt heiß!"
"Kevin", brummt Michael gefährlich, packt Kevins Haare besitzergreifend und zwingt ihn, ihn anzusehen. Mir wird ganz flau von so viel Testestoron.
"Mit Lelis gewissermaßen um die Wette die vorbestellten Bücher zu signieren, war lustig", merke ich an und sehe die Türme und Mauern, die die Mädels um uns herum aufgebaut hatten.
"Dein Spruch war nicht besonders originell", beschwert sich Kevin.
"Hast du einen besseren?", fahre ich ihn genervt an. Ich finde es unheimlich schwierig, ein Buch zu signieren. Es ist noch immer so ein bisschen, als würde ich gar nicht begreifen, was ich da mache. Auch wenn ich es wirklich toll finde, bleibt es noch immer ein wenig surreal.
"Ich fand es gar nicht schlecht. Passt doch zur Geschichte..."
"Tja, du bist ja auch auf dem Cover drauf!"
"Und du darfst die ganze Zeit im Buch erzählen."
"Aber mich sieht man nicht."
"Dafür redest du wie ein Wasserfall!"
"Sogar Bengt ist auf seinem Buch drauf. Ein echter Engel." Kevin seufzt theatralisch und Michael grummelt.
"Die Signierstunde am Samstag haben wir auch ganz gut gemeistert, oder?"
"Du kannst wirklich gut ablenken", sagt Michael und grinst mich an. Gott, diese Augen machen mich echt schwach. Meine Wangen werden ganz heiß und so greife ich erneut nach dem Glas und rette mich mit einem weiteren Schluck Alkohol.
"War ganz nett", brummelt Kevin. "So vielen Leute, die MEINE Geschichte lesen wollten."
"Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl", gebe ich zu. Ich erzähle ihm besser nicht, dass ich eigentlich gar nicht vorhatte, SEINE Geschichte aufzuschreiben. Stattdessen hoffe ich, dass ich diesmal weniger nervös gewirkt habe, auch wenn ich es war. Es ist tatsächlich noch mal ein anderes Gefühl, an diesem Tisch zu sitzen, mit dem Namen an der Wand hinter mir, als am Stand ein Buch zu signieren. Wobei das auch viel Spaß gemacht hat und meist hat sich daraus auch irgendwie ein kleines Gespräch ergeben.
"Hast du noch andere Autoren getroffen?", erkundigt sich Michael.
"Klar!", rufe ich enthusiastisch. "Ich war am Stand von Dead Soft und Incubus und habe mich dort super nett unterhalten. Dann war ich noch beim Querverlag und konnte meine Finger nicht von zwei Büchern lassen. Ach ja, und schräg gegenüber vom Stand der Kuschelgang war der Konkursbuchverlag. Da habe ich gleich mal im Schwulen Auge 11 nach meiner Geschichte gesucht."
"Und?"
"Gefunden", sage ich lachend.
"Ich habe auch zwei Bände vom Schwulen Auge", sagt Michael und grinst mich breit an.
"Echt? Wieso hast du mir die Bücher noch nie gezeigt?", erkundigt sich Kevin.
"Keine Ahnung, die stehen halt im Schrank. Die Bilder sind teilweise ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich ist es ein witziger Mix."
"Sollte ich noch eine Einladung dafür bekommen, schreibe ich passend zu den Bildern", sage ich lachend.
"Na, darauf bin ich schon jetzt gespannt!"
"Okay, wie wäre es mit einem abschließenden Resümee? Ich habe ja noch immer das Gefühl, etliche Stunden Schlaf nachholen zu müssen und dein Whisky macht meinen Zustand auch nicht unbedingt besser." Zur Bestätigung muss ich so heftig gähnen, dass ich Angst habe, mir den Kiefer auszurenken.
"Ich fand es sehr eindrucksvoll", fängt Michael an.
"Ja, ich auch", stimme ich ihm zu. "So viele Leser und Autoren, so viele Gespräche und nette Gesten. Ich bin noch immer geflasht und begeistert. Habt ihr eigentlich den Whiskyteufel gesehen, den ich geschenkt bekommen habe?"
Ich halte den beiden die kleine gehäkelte Figur entgegen, die eine Flasche Whisky fest an den Körper drückt. "Süß, oder?"
"Absolut!"
"Ich fühle mich vernachlässigt", mault Kevin.
"Ich mache es nachher im Bett wieder gut", flüstert Michael und mein Kopfkino läuft sofort auf Hochtouren. Sie küssen sich gierig und ich kann ein Seufzen nicht unterdrücken. Das bringt sie wohl zur Besinnung, denn Kevin steht auf, reicht Michael die Hand und zieht ihn ebenfalls vom Sofa. Immerhin bekomme ich rechts und links von beiden Männern einen Kuss auf die Wange, ehe sie sich von mir verabschieden. Zufrieden sehe ich ihnen hinterher und spüre ein unglaubliches Gefühl von Stolz in meiner Brust. Ich habe so oft an der Geschichte gezweifelt, musste den ursprünglichen Weg komplett verlassen und am Ende hat dann doch alles funktioniert. Sie passen so gut zusammen.
"Ach Karo?" Kevin steckt den Kopf durch den Türspalt. "War es kuschelig mit der Kuschelgang?" Er gluckst und zwinkert mir zu.
"Ja", rufe ich begeistert. "Sehr kuschelig und gemütlich und motivierend."
Die Messe war wirklich schön. Es gab so viele besondere Momente, die ich alle gar nicht aufzählen kann.
Schreiben macht unheimlich Spaß und dieser besondere Erfolg ist die Kirsche auf dem Eisbecher. Es sind die bunten Streusel in der Sahne oder der milde Rauch im Whisky!
Ich bin wirklich dankbar dafür und freue mich schon jetzt darauf, ganz viele im November in Berlin zutreffen.





Donnerstag, 12. März 2015

Ich bin auf dem Weg

Ein schneller und letzter Eintrag, bevor ich den Rest in meine Reisetasche stopfe, meinen Rucksack packe und hoffe, dass ich nichts vergesse. 
Leipzig, ich komme! 
Und ich bringe nicht nur mein neues Buch 
mit, 
sondern auch ein paar Lesezeichen, Flyer und leckere regenbogenbunte Minizuckerstangen. 
Also besucht mich am Stand der Kuschelgang,
kommt zur Signierstunde am Samstag um 13 Uhr, 
schaut beim Cursed Verlag vorbei 
und habt jede Menge Spaß auf der Messe. 
Ich bin sehr gespannt.

Montag, 9. März 2015

Liebster Award

Ich wurde von Diana Wintermeer nominiert und darf nun auch am "Liebster Award" teilnehmen. Vielen Dank für die Nominierung!
Was ist der "Liebster Award"?
Es geht darum, 11 Fragen des Nominierers zu beantworten und im Gegenzug dafür weitere Blogger zu nominieren und ihnen ebenfalls 11 Fragen zu stellen.
Das Ganze dient dem Networking und dem Kennenlernen neuer Seiten, Blogs und vllt. sogar Freunden... :)









Die Spielregeln:
• Bedanke dich bei dem Autor/Blogger, der dich nominiert hat, und verlinke seine Website/seinen Blog.
• Verwende das Awardbild.
• Beantworte die 11 Fragen, die man dir gestellt hat.
• Formuliere im Anschluss daran 11 neue Fragen.
• Nominiere bis zu 11 weitere Autoren/Blogs und bitte darum, deine Fragen zu beantworten.
• Informiere die Nominierten natürlich über ihr Glück.

Los geht es:

1.) Seit wann schreibst du?
Ich würde auch gern so wie die meisten Autoren behaupten, dass ich schon mein ganzes Leben schreibe. Leider stimmt das irgendwie nicht. Klar habe ich als Kind auch die ein oder andere kleine Geschichte verfasst, als Jugendliche meiner Fantasie freien Lauf gelassen, gerade wenn es um den Jungen ging, an den man nicht rankam, aber das waren eher Phasen und ich kann auch nicht behaupten, dass mein Herzblut daran hing. Ich feiere meine fünften Geburtstag auf Fanfiktion.de jetzt im März und genau so lange schreibe ich erst.

2.) Woher nimmst du die Inspiration für deine Geschichten?
Die Inspiration lauert überall. Ein Bild, eine kleine Videosequenz, Leute auf der Straße. Dinge, die mich im täglichen Leben berühren, Gespräche... Musik... plötzlich setzt sich eine Idee in meinem Kopf fest und manchmal wird sie größer und drängender und dann muss ich sie aufschreiben. 

3.) Gibt es reale Ab- bzw. Vorbilder deiner erdachten Figuren?
Bisher gab es erst ein wirklich reales Vorbild, eine Geschichte mit der ich mich gewissermaßen von einer Person verabschiedet habe. Ansonsten verwende ich natürlich oft den einen oder anderen Charakterzug von mir bekannten Personen, ohne dass man diese sofort erkennen würde. Spielen Kinder in einer Geschichte eine Rolle, dann müssen auch oft meine Söhne als Vorbild herhalten.

4.) An welchem deiner eigenen Charaktere hängt dein Herz ganz besonders und warum?
Das ist eine echt schwierige Frage. Natürlich mag ich grundsätzlich alle meine Charaktere, da bin ich ganz Mutter... aber manche sind mir vermutlich ein bisschen näher. Tobi aus "Willst du ein Eis" gehört sicherlich dazu und ganz aktuell Michael aus "WhiskyTeufel". Tobi war der erste Charakter, den ich je erdacht habe. Er begleitet mich schon so viele Jahre und ich komme nicht von ihm los, habe immer wieder Ideen, möchte ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Er wächst quasi mit mir...

5.) Hattest du schon einmal eine Storyidee und musstest dann feststellen, dass sie schon existiert?
Niemand erfindet das Rad neu. Alle Ideen wurden schon irgendwo von irgendwem erdacht, geschrieben, erzählt. Es ist die Einzigartigkeit jedes Schriftstellers, die eine Geschichte zu neuem Leben erweckt und das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes zu sein.

6.) Warum schreibst du?
Warum nicht? *lach* Es ist ein schönes und berauschendes Gefühl dabei zu sein, wie eine Geschichte entsteht. Die Finger, die über die Tastatur fliegen, manchmal nicht so schnell sind, wie die Gedanken im Kopf. Zu sehen, wie sich die Seiten füllen, wie sich ein Weg abzeichnet. Und auch das Ende zu finden und zu akzeptieren, das macht mich glücklich. Ich schätze, deshalb schreibe ich und natürlich auch, weil die Kerle in meinem Kopf mich sonst verrückt werden lassen würden.

7.) Bist du auch anderweitig kreativ?
Das bin ich tatsächlich. Ich probiere viele Dinge gern aus. Papierfalten und Karten gestalten, aber auch Häkeln hat es mir in letzter Zeit sehr angetan. Manchmal backe ich und probiere verrückte Sachen aus.
Aber ein beständiges Hobby neben de Schreiben ist der Bauchtanz. Ich freue mich jede Woche auf die Mädels, aufs Tanzen und natürlich aufs Quatschen.

8.) Welche/n Autorin/en würdest du gern einmal persönlich treffen?
Puhh, keine Ahnung. Ich bin nicht so versessen darauf, jemanden unbedingt kennen zu lernen. Außerdem habe ich schon viele tolle Autoren im gay Bereich persönlich getroffen. Das ist wirklich wunderbar und macht unglaublich viel Spaß. 

9.) Welches Buch hast du zuletzt gekauft?
Ich glaube, ich bekomme schon gar nicht mehr mit, wenn meine Maus sich auf die "mit einem Klick kaufen" Taste bei Amazon legt. Seitdem ich meinen e-reader habe, bin ich ein echter Konsumjunkie geworden. Ich verschlinge die Bücher regelrecht, aber schauen wir mal nach.
Zuletzt gelesen habe ich: Käufliche Liebe 7 von Sissi Kaipurgay und das letzte Printbuch ist von John Grisham "Verteidigung" (liegt aber noch auf meinem SuB)

10.) Dein liebstes Couple, dein OTP? (Egal ob Bücher, Filme, Serien, Real, eigene Charaktere)
Brian und Justin aus Queer as Folk... ich schätze, das wird auch noch eine Weile so bleiben, auch wenn ich die Serie schon lange nicht mehr geguckt habe.
und natürlich Scarlett O`Hara und Rhett Butler (da bekomme ich gleich Herzchenaugen)

11.) Welcher Roman hat dich nachhaltig geprägt?
Ich glaube, so einen Roman gibt es nicht. Es gab viele tolle Bücher, die ich geliebt und verschlungen habe. Es gibt ein paar großartige Autoren im gay-Bereich, die ich bewundere und die mich vermutlich auch in gewisser Weise geprägt haben. Meine Regale sind voll mit Büchern, die ich liebe und die  mich auf die eine oder andere Weise beeinflusst haben.

So, das war mein kleines Interview und hier kommen die 11 Fragen von mir:

1. Welche Rolle spielten Bücher in deiner Kindheit?
2. Träumst du von deinen Geschichten? Und wenn ja, stehst du auch nachts auf, um weiterzuschreiben?
3. Was bedeutet Männlichkeit für dich?
4. Denkst du beim Schreiben über Klischees nach?
5. Welche Rolle spielen Frauen in deinen Geschichten?
6. Wieviel Realität brauchst du in einem Buch?
7. Hast du eine Vorliebe, was das Ende betrifft?
8. Gehörst du zu den Bücherfressern oder kannst du eine gute Geschichte in aller Ruhe genießen?
9. Überschreitest du beim Schreiben gern  Grenzen?
10. Was muss ein Buch haben, damit es dich fasziniert?
11. Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Ich gebe es zu, ich bin nicht besonders kreativ, hoffe, aber dass die, die ich nachfolgend benenne, die Fragen beantworten können und wollen.
Ich wünsche viel Spaß:
  • Karolina Peli
  • Chris P. Rolls
  • Mia Grieg
  • Ashan Delon
  • Nele Betra 
  • Norma Banzi


Freitag, 6. März 2015

Sweet Friday

Heute wird es noch einmal richtig süß.
Ich habe wieder gebacken, aber keine Angst, dieser blog wird kein Backblog werden, sondern bleibt, was er ist. Eine hoffentlich abwechslungsreiche und nette Unterhaltungsmöglichkeit, gespickt mit Neuigkeiten rund um meine Bücher.
Als ich diese Idee zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich das auch ausprobieren will. Aber wie so oft hat es immer nicht gepasst oder ich stand mir selbst im Weg, weil ich dachte, dass ich es nicht hinbekomme. Offensichtlich kommt für alles irgendwann der richtige Zeitpunkt und der ist nun heute.
Ich gebe zu, dass es schon ein wenig selbstverliebt ist, aber ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Backen.
Hier sind sie, meine ersten Buchmuffins! 
Während ich meine Kinder mühevoll davon abhalten musste, sie nicht sofort aufzuessen, bin ich mir noch immer nicht sicher, ob ich jemals davon abbeißen kann. Sie gefallen mir wirklich gut, aber vermutlich ist es wie mit einem richtigen Buch: Man muss es einfach verschlingen, wenn es gut ist.
In diesen Büchern steckt auf jeden Fall eine Menge Zucker und das passt ja im Grunde auch ganz wunderbar zu mir und meinen Geschichten.
Warum diese beiden Cover? Zum einen wollte ich es erst einmal ausprobieren und da wäre es keine gute Idee gewesen, gleich sämtliche Cover drucken zu lassen.
Zum anderen ist der WhiskyTeufel mein neues Werk und ein ganz besonderes Baby (das Buch könnt ihr übrigens noch bis zum Dienstag beim Cursed Verlag vorbestellen, wenn ihr ein signiertes Exemplar haben möchtet). Und ohne den MargeritenEngel hätte es den WhiskyTeufel nicht gegeben. Die beiden gehören gewissermaßen zusammen und ich bin auf beide Bücher gleichermaßen stolz.
Und so widme ich diesen ersten Versuch auch Julia vom Cursed Verlag, für diese großartige Chance, die sie mir gegeben hat.
Darüber hinaus will ich jedoch nicht die einzige sein, die sich fragt, ob sie diese kleine Nascherei aufessen kann. Und was würde besser passen, als ein Geburtstag? In diesem Fall ist es mein fünfjähriger Geburtstag bei Fanfiktion Ende März. Dazu wird es natürlich noch einen passenden Post geben.
Dieser Freitag steht ganz im Zeichen des süßen Genusses und ich hoffe, ihr findet die Idee ebenso bezaubernd wie ich.