Sonntag, 27. Juli 2014

Doppelter Gewinn

Ich kann es gar nicht so richtig fassen, denn ich habe nun 
zum zweiten Mal 
den Kurzgeschichtenwettbewerb gewonnen. 

Dieser Sieg ist für mich ein ganz besonderer und haucht mir eine unglaubliche Motivation ein. Dafür danke ich ganz herzlich allen, die gevotet haben und natürlich auch allen Lesern meiner Geschichten. Ich freue mich! Sehr, sehr, sehr...
Alle Geschichten, die an diesem Wettbewerb teilgenommen haben, waren großartig und haben die verschiedenen Facetten von HIV und Aids gezeigt. Ich bin unglaublich stolz, ein Teil dieses Projektes zu sein, an dessen "Ende" nun ein großartiges Buch erschienen ist.
Wir, die Autoren spenden den gesamten Erlös an den Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz Berlin, von denen ich zwei Schwestern bei meiner Lesung in Greifswald kennenlernen durfte.
 Den Link zu Amazon findet ihr hier: positive Storys




Freitag, 25. Juli 2014

Von Murmeln, Schlangen und Regenbogentorten

Kennt Ihr auch diesen Satz: "Früher war alles besser!"
Und ich meine nicht nur das Lied von der zweitbesten Band der Welt, sondern auch all die hübschen Sprüche, die bei Facebook oder in sonstigen sozialen Netzen herumschwirren. "Wir haben noch mit Murmeln gespielt und waren glücklich ... Früher haben wir unsere Freunde auf der Straße getroffen, heute im Internet" Ihr wisst sicherlich, was ich meine.
Bisher ging mir das eher auf die Nerven. Die Zeiten ändern sich nun mal. Wir sind in einer anderen Zeit als unsere Eltern aufgewachsen. Die Zeit unserer Eltern war ebenfalls anders als die der Großeltern. Warum sollten wir unseren Kindern etwas aufzwingen, was der Vergangenheit angehört? Auch wenn mein Mann ein bisschen stolz darauf ist, wenn der Sohn im Auto mit ihm "Guns `N Roses" hört.
Trotzdem bekomme ich in Anbetracht dessen, was ich mittlerweile erlebt habe, dieses "Früher war alles besser"- Gefühl. Als ich zu schreiben angefangen habe (und das ist wirklich noch nicht lange her), da habe ich mir um nichts Gedanken gemacht. Ich hatte unglaublich viele Geschichten vorher gelesen. Es gab AutorInnen auf Fanfiktion.de von denen konnte ich gar nicht genug bekommen, aber ich habe auch alles andere ... manchmal wirklich grauenhafte Geschichten gelesen. Ich wollte lernen, wollte es ebenso gut können wie andere. Dankbar habe ich jede Hilfe angenommen, die ich nur kriegen konnte (ein Zustand, der mir bis heute erhalten geblieben ist, wenngleich ich mittlerweile auch ein bisschen selbstbewusster an meinen Ideen oder Formulierungen hänge). Im Gegensatz zu den meisten anderen, fühle ich mich erst gut, wenn mein Geschreibsel recht bunt aus der Korrektur kommt. Ich hatte jedenfalls Spaß, Männer bevölkerten meinen Kopf ... manchmal so hartnäckig, dass ich kaum schlafen konnte. Die ganzen positiven Kommentare treiben mich bis heute voran, wenngleich das Schreiben mittlerweile einen anderen Stellenwert bekommen hat. Vor ein paar Tagen hat eine geschätzte Mitautorin geschrieben, dass Facebook eine Schlangengrube sei (Ich hoffe, ich darf sie an dieser Stelle zitieren) Leider hat sie durchaus Recht mit dieser Einschätzung. Immer wieder bin ich darüber erstaunt, welche menschlichen Abgründe sich auftun, wie leicht es den meisten fällt, die guten Manieren oder das Gefühl für Anstand und Sitte vor dem PC zu lassen. Dabei ist der gay- Bereich nicht besonders groß. Die meisten Autoren kennen sich untereinander und dank der großartigen Leser ist der Bedarf an guten Geschichten längst noch nicht gedeckt. Wäre das nicht eher ein Hinweis für friedliche Koexistenz? Das scheint mir nicht so. Ich versuche manche Dinge nicht an mich heranzulassen, versuche zu lächeln, möchte nicht zusehen, wie sich andere zerfleischen, wie sie sich gegenseitig aufstacheln und erst Ruhe geben, wenn sie wissen, dass sie siegreich aus dem Turnier gegangen sind ... Scheiße, ich will auch so sein! Wirklich! In den letzten Wochen habe ich mir mehr als einmal gewünscht, genau diese Haltung zu haben, anstatt verletzt meine Wunden zu lecken und darüber nachzudenken, ob Schreiben wirklich das ist, was mich glücklich macht. Ich will nicht länge diejenige sein, die weint, während die anderen schon längst wieder fröhlich zur Tagesordnung übergehen. Genau das war der Moment, wo ich mir gewünscht habe, wieder die kleine vollkommen unbekannte Schreiberin mit dem wenig originelle Nicknamen kath zu sein, die einfach fröhlich auf ihrer Tastatur herumklimmert und sich freut, wenn sie hier und da mal einen E-mailkontakt hat und ein paar Reviews beantwortet.
Vielleicht sollte ich mal den Beutel mit den Murmeln rausholen und eine Runde damit spielen ... aber vermutlich kann ich es nicht lassen, ein Foto davon zu machen und es auf Facebook zu veröffentlichen ... früher ist eben einfach nur noch Vergangenheit ...

Ich habe zum Abschluss meiner etwas düsteren Gedanken noch ein schönes Bild für Euch.
Das ist meine Regenbogenquarktorte. Das Rezept dafür habe ich im Internet gefunden. Vermutlich hat derjenige, der es eingestellt hat, sich das Rezept nicht persönlich ausgedacht, sondern vielleicht hat er es von einem Bekannten, der Oma, dem Opa oder dem Konditor um die Ecke ... vielleicht hat er die Idee gehabt, die Zutaten zu verfeinern oder eben die ganze Chemie, sprich Farbe hineinzukippen.
Ich stelle Euch den Kuchen auf den Tisch. Bitte packt ihn nicht einfach ein, um ihn zu Hause zu präsentieren, esst ihn auch nicht hier komplett und und zu fragen auf. Aber nehmt euch ruhig ein Stück!
Knabbert daran herum, mäkelt von mir aus auch ... vielleicht schmeckt er euch mit einem Hauch Zitrone oder Orange besser. Ihr wollt ihn nachbacken? Macht das ruhig, aber nehmt dafür eure eigenen Zutaten und plündert nicht meinen Schrank. Natürlich könnt ihr ein Bild von eurer Torte machen, ich habe auch nichts gegen eine Kostprobe und wisst Ihr was? Ich werde mich für Euch freuen und sicherlich nicht mit dem Anwalt drohen! 

Donnerstag, 17. Juli 2014

Ein besonderer Pflegefall

Kurz vor dem Abgabetermin habe ich es nun auch geschafft, am zweiten Wettbewerb zum Thema HIV/Aids eine kleine Geschichte fertig zu bekommen. Okay, sie ist nicht ganz so klein geworden ... Manchmal wird aus einer winzigen Idee irgendwie mehr!

Den Wettbewerb des Strenger Verlages
 und die anderen großartigen Geschichten
 findet ihr 

Aus gegebenen Anlass: Diese Geschichte gehört mir. Solltet Ihr Ähnlichkeiten mit anderen Geschichten, Personen, Augenfarben, Berufen, Waschmaschinen, Kindern, Tieren ... finden, dann sind die rein zufällig und der Tatsache geschuldet, dass diese Welt nur begrenzt ist.
Wer einen Kommentar auf meinem blog hinterlassen möchte, kann dies gern tun. Ich freue mich über jede Wortmeldung und habe bisher noch nie einen Kommentar gelöscht oder bearbeitet. Dies käme für mich nur Infrage, wenn jemand gegen die grundsätzlichen Regeln des Miteinanders verstößt, insbesondere rassistische oder homophobe Äußerungen werde ich mit Sicherheit nicht dulden. Ansonsten fühlt euch frei und teilt euch mir mit.
Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit dieser Geschichte!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Bauch-(Traum) Tänzer

Seit heute gibt es meine Kurzgeschichte bei Amazon und beam.ebooks.
Ich hoffe, ihr habt Spaß mit Medhi und Holger und mit ein bisschen Kadir und Anja und Alex (okay, letzterer wird nur erwähnt und mischt in der Geschichte nicht persönlich mit).
Allerdings hat mir die Geschichte wieder Lust auf die "Arabischen Nächte" gemacht, die nun auf meiner to do-Liste wirklich deutlich nach oben gerutscht sind.
Die Geschichte vom Traumtänzer, der sich zu einem wahren Bauchtänzer entwickelt und dabei auch noch ganz andere Seiten an sich entdeckt, könnt ihr hier kaufen:
  oder