Sonntag, 15. September 2013

Sonntagslesetipps


Ich lese wirklich gern und viel und seit ich nun auch zu den Kindle- Besitzern gehöre ... Was soll ich sagen, diese kleine Teil hat mich wirklich gefangen genommen. Am Ende einer jeden Geschichte frage ich mich, was ich machen soll. Schreibe ich eine Rezension? Bedanke ich mich kurz persönlich, wenn ich den Autor auf Facebook kenne? Mache ich gar nichts? Und wie wirkt das auf andere? Ich weiß, ich denke womöglich zu viel nach, aber was soll ich sagen? So bin ich nun einmal.
Natürlich freue ich mich selbst über jeden Kommentar, jede Rezension, jedes Feedback zu meinen Geschichten. Und trotzdem frage ich mich, wie machen es die anderen Schriftsteller? Können sie tatsächlich so ... vorurteilsfrei ihre Meinung sagen oder lesen sie immer nur Bücher, von denen sie wissen, dass sie gefallen werden? (So viele Fragezeichen habe ich ja schon lange nicht mehr benutzt!)
Ich gebe es ehrlich zu, ich werde Euch nicht mit den Untiefen meines Kindles belästigen, denn ich habe ein paar Geschichten da drauf ... dazu möchte ich wirklich nichts sagen. Und schon habe ich das Gefühl, überheblich zu wirken, dabei weiß ich, dass eben nicht jedem jede Geschichte gefallen kann. Es ist ja auch gut, dass Geschmäcker verschieden sind, dass jeder einen anderen Fokus auf eine Geschichte legt. Das macht im Grunde auch das Schreiben so spannend, denn was manche Leser aus meinen Geschichten lesen, das wäre mir oftmals gar nicht in den Sinn gekommen.
Wie auch immer... Ich glaube, ich bin kein guter Rezensionsschreiber ... Ich werde an dieser Stelle auch keine Abhandlung über ein Buch schreiben, weder Benotungen, Sterne, Hasen, Regenwürmer noch sonst irgendetwas verteilen, aber ich würde Euch gern schreiben, was mich vom Schreiben ablenkt ... und vielleicht habt ihr einen ähnlichen Geschmack wie ich und könnt euch mit meiner Empfehlung einen grauen oder langweiligen Sonntag vertreiben.


Lange Rede ... hier kommt meine erste Empfehlung (und weil ich mir wie immer
viele Gedanken mache *gg* kommt an dieser Stelle ein Buch, bei dem ich die Autorin tatsächlich nicht persönlich kenne)
Herz nach Maß von Claire Thompson
Ich habe mich in diese Geschichte gleich auf den ersten Seiten verliebt. Vielleicht, weil ich Outing- Geschichten immer sehr spannend finde und wenn sie dann noch in einem doch höheren Alter geschehen ... da schmelze ich dahin.

Inhaltsangabe (von Amazon): Altes Holz, kaputte Wände, bemitleidenswerter Zustand. Nicht nur das neu gekaufte Haus von Börsenmakler Will braucht dringend eine Komplettrenovierung, auch er selbst ist reif für einen Tapetenwechsel. Am Rand eines Burn-outs entschließt er sich, dem hektischen Stadtleben eine Zeit lang den Rücken zu kehren.
Sein neuer Lebenswandel bekommt ihm gut, woran Handwerker Jack, der ihn beim Umbau unterstützt, nicht ganz unschuldig ist. Denn dessen geschickte Hände holen nicht nur aus dem morschen Stein das Beste heraus, sondern wecken auch in Will ganz neue Sehnsüchte. Doch sich einem heterosexuellen Mann zu nähern, der zudem verwitwet ist, erfordert viel Fingerspitzengefühl... 

Ich mochte die beiden Männer, konnte ihre Ängste nachvollziehen, fand die Erotik sehr schön und spannend. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich an manchen Stellen die Rückblicke sehr gestört haben. Da wurde mit einer alten Erinnerung die Stimmung zerstört und das war tatsächlich frustrierend. Ansonsten fand ich die Rückblenden durchaus angebracht, haben sie mir doch die Charaktere näher gebracht.
Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und werde diese Geschichte bestimmt bald noch einmal lesen, denn das war genau die Unterhaltung, die ich mag. Für eine Weile in eine fremde Welt abtauchen, ein bisschen träumen, ein bisschen schmachten, Herzklopfen bekommen und dazu noch den Wunsch verspüren, die beiden ordentlich anzubrüllen, weil sie so in ihren eigenen Unsicherheiten gefangen sind, dass sie es fast vergeigt hätten.
Ja, so macht ein Sonntag auf dem Sofa Spaß!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen