Freitag, 23. August 2013

Sommerurlaub

Urlaubstage gehen immer viel zu schnell vorbei und auch diese, die wir sogar noch verlängert haben, sind nun zu Ende.
Manchmal gibt es echt merkwürdige Zufälle, denn unser Urlaub beginnt eigentlich immer mit einem Besuch bei McDonalds in Neubrandenburg. Als wir in die Straße einbiegen, in der sich das große M befindet, fange ich an zu quietschen, denn die Straße heißt doch tatsächlich „Margeritenstraße“. Mein Mann hat mir einen spöttischen Blick zugeworfen und gefragt, ob er das Schild fotografieren soll. Ich weiß, dass er es nicht ernst gemeint hat und habe dankend abgelehnt.
Und so wie mein Urlaub mit den Margeriten begonnen hat, so endete er auch damit. Denn leider konnte ich es nicht aushalten, konnte den Blick am letzten Abend nicht von dem PC- Platz in der Zeltplatzgaststätte lassen, während meine Männer Billard gespielt haben. Also habe ich einen Euro investiert, wollte nur ganz kurz mal nachgucken und dann ist mein Herz für einen Moment stehen geblieben. Ein einzelner Stern und eine vernichtenden Rezension für meinen MargeritenEngel… es bricht mir das Herz, aber ich weiß, dass man es nicht jedem Recht machen kann, dass nicht jede Geschichte jedem gefallen kann. Ich habe selbst in letzter Zeit so viele gelesen, von denen ich auch bei weitem nicht so begeistert war, wie ich es erwartet hatte … Trotzdem, ich gebe zu, dass es weh tut.
Aber Strafe muss sein, wenn man gegen die eigenen Regeln verstößt, denn schließlich wollten wir auf Internet und Arbeitshandy verzichten…
Zurück zum Urlaub, denn natürlich kann mir so eine Rezension nicht die schöne Zeit vermiesen, die ich unzweifelhaft hatte.
Den Urlaub haben wir in der Mitte geteilt, waren zuerst in Greifswald und haben ein paar Tage mit meinem lieben Bruder verbracht. Danach sind wir weiter nach Markgrafenheide zum Zelten.
Wir hatten jede Menge Spaß, Erholung, Entspannung, witzige Gespräche, Gewitter, Wanderungen, ein Schloß, dass als solches kaum zu erkennen war, natürlich Wasser von oben und unten und Schiffe … so viele Schiffe …
Und Kultur gab es auch. Wir sind zum Jagdschloß Granitz gewandert und sogar die unendlichen Stufen zum Turm hinaufgeklettert. Der unglaubliche Blick über Rügen hat für die Strapazen des Aufstiegs entschädigt.
Ein absolutes Highlight waren die Störtebeker Festspiele in Ralswiek auf Rügen. Das ist wirklich absolut empfehlenswert und einfach nur genial anzusehen. Die Atmosphäre nimmt einen so schnell gefangen, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Vor allem nicht, wenn der Bruder so eine selbstgemixte Flasche mit Cola dabei hat, von der man nur vom Riechen schon angetrunken ist. Mit der Cola war er wohl eher sparsam. Auf jeden Fall war mir von innen recht warm, denn ansonsten ist es echt bitter kalt gewesen.
Ein bisschen wehmütig war ich schon, als wir uns von meinem Bruder verabschieden mussten, aber aufs Zelten habe ich mich auch gefreut. Vier Jahre waren wir nicht mehr auf dem Zeltplatz, aber wir haben uns gleich wieder wohl gefühlt. Obwohl ich erneut feststelle, dass so eine Luftmatratze nicht wirklich bequem ist und ich mich am Morgen erst einmal heftig strecken musste und ich glaube, mein Rücken hat auch ein paar merkwürdige Geräusche von sich gegeben. Aber das kann uns ja nicht abschrecken, gleich mal nach einem größeren Zelt im Internet zu suchen … denn wir lieben zelten …. Und zwar alle vier.
Die Ostsee hat uns auch in diesem Jahr nicht enttäuscht, hat uns mal riesige Wellen und mal absolute Ruhe gezeigt, wir haben ordentlich getobt im Wasser und haben bestimmt den halben Strand mit nach Hause gebracht. Natürlich konnten wir nicht widerstehen und so haben wir auch wieder ein „paar“ Muscheln gesammelt.
Die Abende haben wir mit Kartenspielen verbracht. Kennt ihr „Knack“? Das war unser Urlaubsspiel. Anstatt mit Geld haben wir es … ich weiß man soll nicht mit Essen spielen … mit Erdnüssen, Rosinen, Gummimäusen und Erdnussflips gespielt. Wir hatten so viel Spaß, dass wir sogar einmal vom Wachschutz ermahnt wurden, weil wir nach 22 Uhr so laut gelacht haben.
Ich liebe die Zeit mit den Jungs, die lustigen Gespräche, die gemeinsamen Spiele und auch die Tatsache, wie groß sie schon sind. Es lässt mich wehmütig werden, wenn ich daran denke, dass die Zeit, in der sie noch mit uns wegfahren werden, nur noch sehr begrenzt ist.
Aber hier und da waren ein paar Gruppen mit jungen Leuten und ich hoffe, dass meine auch irgendwann dazu gehören werden und mit ihren Freunden die Zeltplätze unsicher machen.
Nun freue ich mich jedoch aufs Schreiben, auf die vielen Projekte, die vor mir liegen und darauf warten beendet zu werden.
Ach ja, andere nutzen ihren Urlaub um zu lesen ...
Wie immer musste ich feststellen, dass ich so gut wie gar nicht zu lesen komme. Ich habe es in den elf  Tagen geschafft "Just a Porn" von Cat T.Mad zu lesen ... und war froh, dass es "nur" Kurzgeschichten waren,  denn an einer langen Geschichte wäre ich wahrscheinlich verzweifelt. Meine Männer haben mir kaum fünf Minuten am Stück zum Lesen gegönnt.
Aber natürlich freue ich mich auf den nächsten Urlaub, wann immer er sein wird …


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