Montag, 17. Juni 2013

Holunderblüten

Ich liebe den Duft und das Aroma von Holunderblüten.
Leider sind meine hausfraulichen Qualitäten nicht besonders intensiv ausgeprägt ... ja, man könnte sogar behaupten, dass sie je nach Gemütszustand gegen null tendieren. Allerdings wird dieser ... nennen wir ihn "Gendefekt" durch eine gute Portion Neugier und Unternehmertum ausgeglichen. Sprich: Ich probiere gern Neues aus, versuche mich an allerlei Techniken und freue mich, wenn es gelingt.
Deshalb stelle ich im Herbst und Winter auch Unmengen an Badebomben her und habe mich in diesem Jahr schon an einem Bärlauchpesto versucht (brauche ich mir allerdings fürs nächste Jahr nicht wieder vornehmen ... denn es ist leider sehr, sehr unbeliebt in meiner Familie!)
Und nun blüht überall der Holunder. Mein Sohn wollte unbedingt wieder Sirup haben, deshalb hat er mir ganz spontan einen riesigen Strauß Blüten angeschleppt. Leider muss man sich mit der Verarbeitung wirklich beeilen und wenn frau gerade mit Schreiben abgelenkt ist, ist für die Blüten einfach keine Zeit. Aber mein Sohn wollte sich mit dieser Ungerechtigkeit nicht zufrieden geben und hat gleich am nächsten Tag neue Dolden mitgebracht. Diesmal gab es auch kein Entrinnen ... Also habe ich die Blüten mit Zucker und Zitronensäure angesetzt. Anstatt echter Zitronen haben ich ein paar Spritzer Limettensaft zugegeben, allerdings war ich da wohl ein wenig zu großzügig. Trotz der Unmengen Zucker ist unser Sirup eher als säuerlich zu bezeichnen.
Vom Ehrgeiz gepackt habe ich ihn gleich noch mal Blüten sammeln geschickt. Und nun gibt es neben dem Sirup auch noch Gelee und Likör. Und ich kann nur sagen ... dieser Likör ist  saulecker.

Ich bin ganz zufrieden mit meiner Ausbeute und freue mich schon auf die nächste Feier, wo ich ganz bestimmt Holunderblütenlikör im Gepäck haben werde.
Ach ja, die Kinder waren mit der ersten Kostprobe ihres Sirups auch sehr zufrieden.

1 Kommentar:

  1. Wer hausfrauliche Qualitäten hat, hat selber schuld. Kochen tue ich allerdings sehr gerne und führe auch einen Kochblog. Demnächst werde ich mich Mal daran versuchen, einen Wermut selbst anzusetzen, habe aber noch nicht alle Zutaten beisammen.

    Schöner Bericht :-)

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