Montag, 16. Juli 2012

Regentropfen

Seit ein paar Stunden gibt es die neue kleine Geschichte nun auch bei fanfiktion.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nötig ist, die Geschichte auch hier weiterhin zu posten. Das heutige Kapitel veröffentliche ich an dieser Stelle noch komplett, ab Mittwoch würde ich nur noch ein paar Zeilen und den Link zur Geschichte einstellen. Außer, es gibt jemanden, der es ausschließlich auf dem blog lesen möchte. Dann bitte ein kurzes Zeichen an mich ;-)
An dieser Stelle weise ich auch noch einmal darauf hin, dass diese Geschichte P18 ist!

Meine grauen Zellen versuchen, zu arbeiten. Ein paar Erinnerungen schieben sich ans Tageslicht ... aber noch ehe ich sie greifen kann, werde ich abgelenkt.
Er lehnt sich zu mir nach vorn. Seine Zunge streift mein Ohrläppchen. Seine Hände reißen zeitgleich an der Bettdecke, die bis jetzt einen engeren Hautkontakt vermieden hat. Er rutscht tiefer. Sein nackter Hintern berührt meinen Schwanz. Mein Hirn ist blank.
„Wie wäre es mit einer schnellen Wiederholung?“, fragt er und seine Stimme klingt rau und erregt. Er reibt seinen Schwanz an meinem Bauch.
„Klar“, murmle ich, „warum nicht ...“
Ich bin nicht halb so cool, wie ich mich wahrscheinlich anhöre. Ganz im Gegenteil. Der Kerl bringt mich gerade um den Verstand. Gierig packe ich seinen Hintern, presse ihn dichter gegen meinen Schoß. Verdammt bin ich geil! Meine Finger suchen nach seinem Eingang. Er richtet sich leicht auf, wühlt neben mir in einer Schublade. Ich verfolge mit meinen Augen sein Tun und bleibe erneut an den Engeln hängen. Jetzt könnte man meinen, dass sie verschämt nach oben gucken. Grinsend konzentriere ich mich wieder auf mein Gegenüber. Er reicht mir eine Tube mit Gleitgel, das Kondom behält er selbst in der Hand.
Anscheinend ist für ein langes Vorspiel keine Zeit, denn kaum habe ich das Gel in seine Spalte geschmiert und einen Finger spielerisch darüber gleiten lassen, reißt er die Kondompackung auf.
Er hat es wohl wirklich eilig. Gefällt mir … ich mag es, wenn man schnell zur Sache kommt.
Als sich allerdings unsere Blicke treffen, habe ich das Gefühl, mehr als die pure Lust in seinen Augen zu sehen. Oh Mann, jetzt ist das Braun ganz dunkel … ich versinke darin und das gefällt mir überhaupt nicht. Ich schließe die Augen, drücke meinen Finger tiefer in ihn. Er stöhnt verhalten, schiebt sich mir entgegen.
Mit der freien Hand greife ich seinen Nacken und ziehe ihn zu mir herunter. Ich möchte ihn küssen. Gierig schiebe ich meine Zunge zwischen seine Lippen. Er kommt mir entgegen, verspielt und hingebungsvoll. Verdammt heiß! Neben der Erregung macht sich noch ein anderes Gefühl in mir breit. Eines, das ich nicht deuten kann, das mir aber wage bekannt vorkommt. Es ist eindeutig nicht der richtige Moment dafür … Und trotzdem, ich möchte gar nicht mehr aufhören zu küssen und brumme frustriert, als er sich von mir löst, sich aufrichtet und das Kondom über meinen harten Schwanz rollt.
„Kannst es wohl nicht mehr erwarten?“, ziehe ich ihn auf.
„Du doch auch nicht!“, erwidert er und klingt dabei so erotisch, dass ich wirklich am liebsten über ihn herfallen möchte. Ich kann an gar nichts mehr denken, als endlich in ihm zu sein. Ich stehe vollkommen unter Strom.
Er bringt meinen Schwanz in Position, lässt sich langsam auf mich sinken. Ich halten ihn an der Hüfte, beobachte sein Gesicht. Er hat seine Augen geschlossen. Ab und zu kneift er sie zusammen, hält inne, keucht leise. Seine verdammte Enge bringt mich um den Verstand. Als er mich endlich komplett in sich aufgenommen hat, habe ich das Gefühl, es keine Sekunde länger aushalten zu können.
Sein Anblick ist verdammt sexy. Seine Wangen sind gerötet, seine Brust hebt und senkt sich schnell. Die Lippen sind ganz dunkelrot und schreien geradezu danach, weiter geküsst zu werden.
Anscheinend sieht er das genauso, denn er beugt sich zu mir herunter. Während wir uns küssen, fängt er langsam an, sich zu bewegen. Wir seufzen beide gleichzeitig. Meine Lippen rutschen von seinem Mund, gleiten über seinen Hals. Sein Duft ist betörend … irgendwie ist alles erstaunlich betörend an ihm. Er richtet sich auf, erhöht das Tempo. Sein Schwanz wippt verlockend. Ich greife zu, fange an, ihn zu reiben.
Sein Stöhnen wird lauter, hemmungsloser. Er treibt uns voran. Immer schneller, tiefer … Er spritzt auf meine Brust. Seine Muskeln zucken. Ich habe das Gefühl zerquetscht zu werden. Ich presse mich tiefer in die Enge, stoße noch einige Male zu, dann überrollt mich ein Orgasmus, der wirklich heftig ist. Keuchend fällt er auf mich und meine Arme umschlingen ihn. Sein Herz schlägt laut gegen meine Brust, Seine Lippen saugen an meinem Hals.
Scheiße, fühlt sich das gut an.
Ich nehme sein Gesicht in meine Hände, bringe ihn dazu, mich anzusehen.
„Sag mal, wie heißt du eigentlich?“, frage ich leise. Er scheint eine Weile über die Frage nachdenken zu müssen, dann verzieht er das Gesicht und schüttelt den Kopf.
„Dein Schwanz steckt noch immer in meinem Arsch und du weißt meinen Namen nicht mal?“, erwidert er spitz.
„Scheint so. Ich kann mich im Moment anscheinend an recht wenig erinnern.“, versuche ich ihm zu erklären und komme mir wirklich wie ein Idiot vor. Er grinst und mir fällt ein Stein vom Herzen. Für einen Moment sah es so aus, als wenn er mich sofort rausschmeißen wollte.
„Also … verrätst du ihn mir?“ Ich versuche es mit meinem besten Bettelblick und er fängt an zu lachen.
„Ich heiße Edwin“, sagt er schlicht.
„Edwin“, wiederhole ich und fühle ein merkwürdiges Zucken in meiner Brust. Der Name gefällt mir, der ganze Typ gefällt mir. Na ja, mal abgesehen von der Musik, die jetzt wieder in mein Bewusstsein dringt.
„Wieso hörst du solche Musik, Edwin?“ Ich kann es nicht verhindern, dass ich angewidert gucke. Schlagermusik und schwul … das … das ist ja so ein schreckliches Klischee …
„Ich mag die Sängerin und das hier, das ist mein Lieblingslied.“ Er springt hoch und ich habe das Gefühl, er reißt meinen Schwanz dabei ab.
„Scheiße“, keuche ich.
Erschrocken sieht er mich an, „Oh, tut mir leid. Alles noch dran? Aber dieses Lied ist echt großartig. Und diese Stimme! Diese Frau hat einfach die absolut geilste Stimme überhaupt.“
Schön, wenn der Schmerz nachlässt. Ich greife nach meinem besten Stück und befreie ihn von dem Kondom.
Edwin tut es schon wieder. Er singt. Laut und leider wirklich gut. Und wenn er so nackt vor mir herum hüpft, dann vergesse ich auch, dass er mich gerade entmannen wollte und werde schon wieder scharf.
Plötzlich hält er jedoch inne. „Verdammt. So spät schon?“
Panisch sieht er mich an. „Ich will dich ja wirklich nicht rausschmeißen, aber ich muss mich fertig machen. Wenn du noch duschen willst, ich lasse dir gern den Vortritt, vorausgesetzt, du beeilst dich.“
Er fegt hektisch durchs Zimmer. Ich fange an zu grinsen und setze mich auf. „Duschen wäre nicht schlecht, aber noch besser wäre es, wenn ich wüsste, wo ich mich befinde.“
Langsam stehe ich auf. Mein Kopf tut nicht mehr so weh, wie beim Aufwachen. Scheint also wirklich etwas dran zu sein, dass Sex gut gegen Kopfschmerzen ist. Ich gehe zum Fenster und schiebe die Gardine zur Seite.
Es regnet …
Es regnet in Strömen …
Was für ein Scheißwetter!
„Gartenstrasse“, sagt Edwin und fegt durchs Zimmer. „Wir sind gestern Nacht mit einem Taxi hier her gefahren. Kannst du dich wirklich nicht mehr erinnern, Thomas?“ Ein wenig erstaunt sehe ich ihn an. Edwin kennt tatsächlich meinen Namen. Das macht es irgendwie noch schlimmer. Ich schüttle frustriert den Kopf.
„Irgendwie liegt alles in einem Nebel ...“, brumme ich.
„Steht dein Auto vielleicht noch vor der Kneipe?“, fragt er und sieht mich mit einem merkwürdigen Blick an.
„Die Kneipe ...“, murmle ich vor mich hin und jetzt wird mein Gehirn geradezu mit Bildern geflutet.
„Fuck!“, ich starre Edwin an. Auch er bleibt mitten in der Bewegung stehen und erwidert meinen Blick.
„Die Kneipe“, brumme ich lauter. Die Junggesellenabschlussfeier … mein zukünftiger Schwager und seine bescheuerten Freunde ...Meine Schwester …
„Fuck!“, rufe ich lauter. „Wie spät war es doch gleich noch mal?“
Edwin hat noch immer nichts gesagt, aber er deutet auf die Uhr neben mir. Raffaels Engel ... schon wieder. Jetzt grinsen sie fies aus dem Inneren der Wanduhr. Ich schüttle den Kopf, konzentriere mich auf die Zeiger.
„Ich verzichte aufs Duschen“, brumme ich und suche meine Klamotten. Sie liegen erstaunlicherweise alle auf einem Haufen. Ich ziehe mich an, während meine Gedanken wild durcheinander hüpfen.
„Alles in Ordnung mit dir?“, fragt Edwin leise.
Während ich auf einem Bein hüpfe, um meine Socke anzuziehen, sehe ich ihn an. Er hat sich immer noch nicht von der Stelle bewegt, knabbert auf seiner Unterlippe herum.
„Ja, alles okay. Ich hatte nur einen wichtigen Termin vergessen. Blöde Familiensache ...“
„Oh... soll ich dir ein Taxi rufen?“, fragt er leise.
Ich schüttle den Kopf. „Nein, ich wohne nicht weit weg. Aber hast du vielleicht einen Schirm für mich?“
„Damit kann ich dienen“, erwidert er erleichtert und geht aus dem Zimmer.
Ich bin endlich angezogen und folge ihm, nicht ohne noch einen letzten Blick auf den Kronleuchter zu werfen. Das Ding ist echt scheußlich!
Edwin steht an einer Tür, von der ich annehme, dass es die Wohnungstür ist. In der Hand hat er einen Schirm .. nicht irgendeinen Schirm … unauffällig und grau wie ich ihn besitze. Nein, Edwin überreicht mir einen Regenbogenstockschirm.
„Da ist aber jemand selbstbewusst!“, grinse ich ihn an und nehme den Schirm entgegen.
„Der macht gute Laune bei dem Wetter!, erwidert er ebenso grinsend.
„Hm, und so passend ...“
Edwin zuckt mit den Schultern.“Du musst ihn ja nicht nehmen!“
„Doch, doch … schon gut. Ein Regenbogenschirm ist toll!“ und macht jetzt auch nichts mehr, füge ich still hinzu. Mein Magen zieht sich schmerzhaft zusammen.
„Ich gehe dann jetzt mal.“, sage ich leise, nehme den Schirm und drücke Edwin zum Abschied einen Kuss auf die Lippen. Er schlingt die Arme um meinen Hals.
„Danke … für gestern“, flüstert er und mir wird wirklich schlecht.


1 Kommentar:

  1. nee jetzt muss ich wieder warten das ich weiter lesen darf lol
    egal ich will mehr und mit etwas glück schreibt sie uns ein buch lol

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