Samstag, 17. Dezember 2011

Quer durchs Alphabet ins Glück

Ich wünsche euch einen wunderschönen Guten Morgen!
An dieser Stelle muss ich schnell etwas loswerden: Alle, die meine anderen Geschichten kennen, haben vielleicht gemerkt, dass ich mich auf meinem Blog immer- na sagen wir mal- zurückhalte, was Lemon betrifft. Es gibt ja nicht wirklich viele Möglichkeiten, zu junges Publikum vom Lesen abzuhalten. Trotzdem wollte ich die folgende Szene einfach nicht weglassen ... die beiden hätten mir das wahrscheinlich nicht veziehen. Hiermit erfolgt eine P18 Warnung!
Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an euch! So tolle Kommentare ... da macht das Schreiben richtig viel Spaß!




Das Klingeln meines Weckers reißt mich aus dem Schlaf. Blind suche ich die Schlummertaste und verkrieche mich tiefer in meine Kissen. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zu gemacht. Tausende Fragen gingen mir im Kopf herum. Alle drehten sich darum, wie es morgen wohl ablaufen wird. Beim Brunch … beim Brunch, zu dem ich mit Frank gehen werden. Wie werden die anderen auf Frank reagieren? Wie stelle ich ihn vor? Ein Freund? Ein Bekannter? Mein Freund? Mein fester Freund? Gott! Ich habe keine Ahnung was ich sagen soll. Und jetzt klingelt der verdammte Wecker, obwohl ich erst vor gefühlten fünf Minuten eingeschlafen bin. Eine Antwort habe ich, trotz der ganzen Grübelei nicht gefunden.
Es klingelt erneut und ich hebe erstaunt den Kopf. So schnell können die zehn Minuten doch nicht vergangen sein und überhaupt … dieser Klingelton, der kommt doch gar nicht von meinem Wecker. Das ist die Türklingel! Vollkommen verpeilt springe ich aus dem Bett und taumle Richtung Tür. Diese Art zu klingeln kommt mir seltsam bekannt vor und noch ehe ich meine Gedanken zu Ende gedacht habe, klingelt es Sturm und mein Herz rutscht mir in die Hose. Das täte es jedenfalls, wenn ich eine Hose angezogen hätte. So … aber liegt es jetzt auf dem Fußboden und ich bin vollkommen unfähig mich zu bewegen, geschweige denn irgendetwas Vernünftiges zu tun. Vernünftig es wäre wohl die Tür zu öffnen, oder nein, vernünftig wäre es zuerst etwas anzuziehen oder … Gott, wenn ich mir etwas anziehe, dann geht er womöglich wieder …
Die Klingel sorgt dafür, dass ich mich doch in Bewegung setze und ohne nachzufragen den Summer betätige. Dann sprinte ich los und suche mir wenigstens eine Jogginghose, um nur Sekunden später vor der Tür zu stehen, einen kurzen Blick in den Spiegel zu werfen und meinem verzweifelten Spiegelbild die Zunge herauszustrecken …
Und dann steht er auch schon vor mir …
Mit einem strahlenden Lächeln zieht Frank mich in seine Arme.
Oh Mann, ich hoffe, ich stinke nicht und Zähne habe ich auch noch nicht geputzt. Und er riecht so gut, dass mir gleich ganz kribbelig wird und seine Hände, die sanft über meinen nackten Rücken streicheln, verursachen eine unglaubliche Gänsehaut.
„Überraschung!“, flüstert er in mein Ohr und beißt leicht hinein.
„Gelungen!“, brumme ich und schiebe ihn zuerst in meine Wohnung, dann ein Stück von mir weg.
„Nicht gut?“, fragt er und sieht mich mit einem Augenaufschlag an, der absolut filmreif ist. Es verschlägt mir die Sprache, als sich unsere Blicke treffen, also nicke ich nur. Natürlich ist es gut, verdammt gut … aber ich …
„Geh doch schon mal ins Wohnzimmer. Ich bin gleich da!“
Ich schiebe ihn in die entsprechende Richtung und will dann zum Bad abbiegen, als er mich am Arm festhält.
„Ich habe hier noch was für dich!“, murmelt er und hält mir ein Päckchen ist.
Stirnrunzelnd begutachte ich das blaue Weihnachtspapier und die goldene Schleife obendrauf.
„Ist doch noch gar nicht Weihnachten.“, murmle ich und spüre wie meine Wange sich verfärben.
„Das ist ja auch kein Weihnachtsgeschenk. Ist mehr … symbolisch und wenn du willst, können wir es nachher auch mitnehmen.“ Frank wackelt vielsagend mit den Augenbrauen und ich nehme perplex das Päckchen in die Hand.
„Okay, ich … Soll ich es gleich öffnen oder kann ich zuerst noch ins Bad?“
Frank zuckt mit den Schultern und ich fasse das mal als ein „Geh zuerst ins Bad!“ auf und nehme das Päckchen einfach mit.

Erst als ich die Tür hinter mir geschlossen habe, fällt die ganze Anspannung von mir ab. Ich starre auf den Karton in meiner Hand und sehe dann in den Spiegel. Ich sehe scheiße aus, tiefe Augenringe deuten auf eine schlaflose Nacht, meine Haare sehen fettig aus … Ohne eine Dusche verlasse ich diesen Raum auf gar keinen Fall!
Mein schöner Plan, extra zeitig aufzustehen, damit ich genügend Zeit habe, mich für ihn hübsch zu machen, ist im Eimer. Ich wollte mich noch rasieren … Und Oh Mann! Jetzt sitzt er auf meinem Sofa und ich … springe schnell unter die Dusche.
So flott habe ich mich noch nie eingeschäumt und gleichzeitig die Zähne geputzt. Nach geschätzten zwei Sekunden stehe ich sauber und nass wieder vor dem Spiegel. Jetzt heißt es abtrocknen und Haare föhnen … Und anziehen … wenn meine Sachen nicht im Schlafzimmer wären.
So viel Stress am frühen Morgen lassen mich nicht gerade gut gelaunt in den Spiegel gucken. Einzig die Tatsache, dass Frank an diesem ganzen Chaos Schuld ist, die macht es ein klein wenig erträglicher.
Mit der angeleierten Jogginghose und dem Päckchen in der Hand gehe ich wieder hinaus und beobachte, wie Frank vor der Wand mit meinen ganzen Fotos steht.
„Ähm … willst du einen Kaffee oder einen Tee?“, frage ich krächzend. Meine Stimme habe ich anscheinend im Bad vergessen. Er dreht sich zu mir um und schüttelt den Kopf.
„Aber wenn du mir etwas anbieten willst, dann … hätte ich gern einen Kuss!“, erwidert er grinsend.
Zögernd gehe ich auf ihn zu. Ich habe immer noch das Päckchen in der Hand. Mein ganzer Körper steht unter Strom und ich knabbere nervös auf meiner Unterlippe herum.
Frank steht einfach abwartend da und mir kommen die wenigen Schritte wie ein Marathonlauf vor. Ich kann kaum atmen und mein Gesicht brennt vor Hitze. Dicht vor ihm bleibe ich stehen und er sieht mich ungeduldig an.
„Mach schon!“, scheinen seine Augen zu sagen, während er mich immer noch lächelnd ansieht. Ich lege das Päckchen neben mir auf den Tisch, wische mir meine feuchten Hände einigermaßen unauffällig an meiner Hose ab und schlinge meine Arme um seinen Hals.
Ehe ich mich versehe, liegt sein Mund auf meinem. Zärtlich schnappt er nach meinen Lippen, zieht sie sanft in seinen Mund. Seufzend dränge ich mich näher an ihn, erwidere die zahmen Liebkosungen.
Plötzlich geht ein Ruck durch Frank. Gierig schiebt er seine Zunge in mein Inneres und seine Hände streicheln verlangend über meine nackte Haut. Mir wird fast ein wenig schwindlig von diesem unerwarteten Überfall. Seine Zunge ist überall, seine Hände gleiten Richtung Hose und schieben sich dann einfach hinein. So eine Jogginghose ist auch kein wirklich großes Hindernis. Seufzend packt er zu und beginnt meine Pobacken zu massieren.
„Du riechst so gut!“, stöhnt er erregt und vergräbt seine Nase an meinem Hals.
„Kunststück, habe gerade geduscht“, murmle ich verlegen und stöhne gleichzeitig ungehalten auf, als mir in den Hals beißt.
„Willst du dein Päckchen nicht öffnen?“, flüstert Frank. Er hebt den Kopf und sieht mich an. Ich kann diesen Augen einfach nicht widerstehen. Es ist ein bisschen so, als könnte er damit tatsächlich in mein Inneres gucken. Irgendwie erregend, unheimlich, aber zugleich auch beruhigend … vertrauensvoll.
Das Päckchen … Ich will das Päckchen öffnen. Glaube ich zumindest …
Hat er gesagt, welches Päckchen?
Grinsend nehme ich meine Arme von seinen Schultern, nicke leicht und … vergreife mich an seiner Hose. Ich öffne den Knopf, ziehe den Reißverschluss langsam hinunter und sehe Frank dabei herausfordernd an. Für einen Moment scheint er verwirrt zu sein, dann grinst er und schiebt provokant seine Hüfte nach vorn.
„An das Päckchen hatte ich jetzt eigentlich nicht gedacht!“, bemerkt er rau, bevor er meine Hände einfängt.
„Nicht?“, erwidere ich und werfe ihm einen möglichst unschuldigen Blick an.
„Oh Mann, du machst mich fertig!“, brummt er und nimmt mein Gesicht zwischen seine Hände. „Ich wollte … ich dachte, wir reden zuerst und … du schaust dir den Inhalt des anderen Päckchens an, aber du machst es einem nicht leicht, dir zu widerstehen. Gott, du siehst so unglaublich verführerisch aus … Und wir haben doch keine Zeit … oder können wir den Brunch ausfallen lassen?“
Für einen Moment schiebt sich Micha in mein Gehirn und ich bin mir nicht sicher, ob ich es überleben würde, wenn ich da heute nicht auftauche. Also verneine ich schweren Herzens, kann aber meine Hände trotzdem nicht still halten. Ich streiche über Franks hartes Geschlecht und er stöhnt leise auf.
„So können wir auch nicht los!“, raune ich und küsse ihn verlangend.
„Nein, das geht wirklich nicht!“, haucht er in meinen Mund.
Frank lächelt. Ich spüre es deutlich an meinen Lippen. Er schnappt nach meiner Hose, zerrt sie mit einem Ruck nach unten und schiebt mich Richtung Sofa. Ich schaffe es, mich von meiner Hose zu befreien und gleichzeitig seine nach unten zu schieben. Als ich gegen die Couch stoße, lasse ich mich zur Seite fallen und ziehe ihn mit mir.
Kaum liegen wir, umfasst seine Hand meine harte Erregung. Stöhnend greife ich ebenfalls zu. Wir pumpen uns gegenseitig, heizen uns mit wilden Küssen noch zusätzlich an. Ich spüre seine Hand, die sich unter meine schiebt. Frank umfasst uns beide, reibt uns gleichzeitig. Zuerst in einem langsamen Tempo. Sein Daumen streicht immer wieder über meine Spitze. Allmählich wird er schneller, packt fester zu. Hitze steigt in mir auf. Ich kralle mich in seine Seite, dränge mich ihm entgegen. Seine Hand bringt mich um den Verstand, vernichtet jeden noch so leisen Zweifel. Ich will ihn … ich will ihn … das ist alles viel zu gut, um darauf verzichten zu können.
„Ich will den Kuchen“, hauche ich ekstatisch. Frank hört abrupt auf. Ich keuche frustriert auf, sehe ihn an.
„Wie gut, dass in dem Päckchen einer drin ist!“, murmelt er. Ich sehe über seine Schulter hinweg zu dem blauen Päckchen, das auf meinem Tisch steht und grinse Frank an.
Obwohl wir beide ganz ruhig liegen, obwohl seine Hand gar nichts mehr macht, als uns zu umfassen … habe ich das Gefühl gleich explodieren zu müssen. Das ist so viel mehr als Sex … und ich möchte mich darauf einlassen.
„Mach schon ...“, stachele ich ihn an. „Ich will den Kuchen … einen ehrlichen ...“ Weiter komme ich nicht, denn seine Lippen verschließen meine. Ich lasse mich fallen, fühle tief in mir drin, dass ich ihm vertrauen kann, dass ich ihm vertrauen möchte.



Kommentare:

  1. Oh cool,
    ERSTEEEEEEEEE :)

    Ich dachte mir ja fast, dass da Kuchen drin ist ;) - oder Kondome :D

    Damit hätte sich auch die Frage geklärt, wie Anton Frank "gleich" vorstellt :D

    LG Nir77tak

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  2. Am besten war echt der Satz von Anton: "Ich will den Kuchen".
    Ich musste mir richtig das Lachen verkneifen, weil man damit nun überhaupt nicht gerechnet hat.
    Auf den Stammtisch bin ich immer mehr gespannt.

    LG, Piccolo

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  3. Das ist besser als jeder Schokoweihnachtskalender. Die zwei sind so süß :) Ich bin aber auch schon gespannt wie die anderen auf den Lederdaddy reagieren. Die erinnern sich ja noch.

    LG Juli

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  4. Ja... Kuchen! Genau. Nichts ist besser als Kuchen!
    Wehe beim Brunch macht jemand spezielles ne blöde Bemerkung. wir brunchen am WE auch immer. Sonst schickst du die zwei Süßen zu mir!

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  5. So ganz "unsüß" ist dein Kalender jedenfalls auch nicht - jede Menge Kuchen ;-))

    Auf zum Brunch, ich bin neugierig!

    LG
    Martina

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  6. Hallo Kath,

    das war ein wirklich süßes Kapitel und ich denke auch, daß sich die Frage wie Anton Frank vorstellen wird nun geklärt hat. Ich finde es schön, daß Anton sich für Frank entschieden hat und es mit ihm versuchen will. Nun bin ich gespannt auf die Reaktionen der Stammtischleute und hoffe sie freuen sich ebenfalls für Anton.
    Ich wünsche Dir einen schönen 4. Advent.
    Liebe Grüße

    -KW-

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  7. hachja ........ nach hause kommen von der arbeit mitten in der nacht und noch schnell kapitel lesen ......... wunderbar .
    haste wieder schön geschrieben .
    mein läpi hat den cappuchino auch super überlebt ........damit ich immer lesen kann ....... guter läpi *läpistreichelt*
    lg kerstin

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