Montag, 12. Dezember 2011

Quer durchs Alphabet ins Glück

Das "J" gestaltete sich etwas schwieriger als erwartet, vor allem an diesem Punkt der Geschichte ... Deshalb verzeiht mir bitte den folgenden Spruch!
Vielen Dank für eure schönen Kommentare!
Für Piccolo: Es kommt noch ein Hannes Kapitel in diesem Jahr. Natürlich!
Und an alle anderen: Seht die kleinen Pause bitte als Vorratsspeicherung an. Dafür gibt es heute mehr zu lesen!


„Jesus!War das gut!“, murmelt Frank gegen meinen Hals. Er liegt halb auf mir, knabbert zärtlich an der empfindlichen Haut und jagt mir eine Gänsehaut über den Körper.
„Sag ruhig Anton zu mir!“, erwidere ich grinsend.
Frank lacht leise auf, beißt dann heftig zu. Empört schiebe ich in von mir, aber er hält mich fest, zieht mich noch näher an mich heran. Frank ist eindeutig stärker als ich und mein Widerstand ist auch eher halbherzig. Er hebt den Kopf und sieht mich aufmerksam an, dann fängt er an zu lächeln.
„Anton, war das gut!“, sagt er nun und wackelt verheißungsvoll mit seinen Augenbrauen. Mir schießt erneut die Hitze ins Gesicht. Auch wenn man es diesmal wohl nicht erkennen kann. Mir ist noch ganz warm von dem, was wir bis eben gemacht haben. Es war wirklich unglaublich gut … unfassbar nah … und ein paar weitere Erinnerungen sind auf mich herein geströmt …
Obwohl ich mir gar nicht sicher bin, ob das auch wirklich Erinnerungen sind … Ich hatte nicht wirklich Zeit nachzudenken, Frank war viel zu präsent … die Gegenwart viel zu erregend, spannend, voller widersprüchlicher Gefühle. Es war so vertraut und gleichzeitig so fremd. Seine Hände brachten mich zum zittern, seine Küsse raubten mir den Verstand … und als er in mich eindrang, dachte ich für einen Moment wirklich, dass sich wohl nie wieder jemand Anderes so gut anfühlen würde …
Und jetzt … jetzt liegen wir hier und ich habe keine Ahnung, was nun passieren wird. Was das hier zu bedeuten hatte. Eine Auffrischung meiner Erinnerung? Vielleicht will Frank ja nicht, dass man jemanden wie ihn einfach so vergisst. Ein One-Night-Stand, an den man sich gefälligst noch lange erinnern soll. Ich spüre Panik in mir. Panik vor dem, was nun kommt, vor seinem Blick, der immer noch forschend auf mir ruht.
„Ich hatte gehofft, dass du da geblieben wärst. Ich hatte mich extra beeilt und sogar Croissants mit gebracht. Eigentlich wollte ich nicht los, aber ich musste. Und du hast so fest geschlafen … und sahst so wunderschön aus ...“
„Auf dem Zettel stand, ich sollte die Tür einfach ranziehen, wenn ich gehe.“, unterbreche ich ihn leise.
„Ich weiß, ich … war mir nicht sicher, was ich schreiben sollte und ich hoffte, dass du vielleicht … den Zettel nicht sehen oder sogar noch schlafen würdest.“, erwidert er und küsst meinen Mundwinkel, dann mein Kinn.
„Ich bin aufgewacht und konnte mich an nichts erinnern. Ich hatte keine Ahnung, in wessen Wohnung ich war und ich wollte auch nicht darüber nachdenken. Mein Kopf tat weh und ich fühlte mich irgendwie merkwürdig … Also habe ich meine Klamotten geschnappt und bin los. Auf der Straße musste ich mich erst einen Moment orientieren und dann rannte ich nach Hause. Ich habe mich hier weder umgesehen noch auf das Klingelschild wegen deines Namens geguckt.“, flüstere ich und genieße seine Zunge, die sanft über meinen Kehle leckt.
„Als du dann zu unserem Bastelabend kamst … ich konnte es nicht fassen. Ich habe die ganze Zeit nur an dich gedacht. Mich tausend Mal verflucht, dass ich nur deinen Vornamen wusste. Ich war sogar ein paar Mal in der Kneipe … hoffte, dich zu sehen. Aber leider … und den Barkeeper wollte ich nicht fragen. Keine Ahnung, wieso …“
„Ich hatte wirklich keinerlei Erinnerung an diese Nacht und ich habe zwar Micha gefragt, aber er gab mir nur ein paar sehr merkwürdige Informationen, die ich einfach nicht einordnen konnte. Und als ich dich in der Schule gesehen habe … ich habe dich nicht erkannt, aber dein Parfüm und dieser Anisgeruch … die lösten irgendetwas in mir aus. Allerdings hatte ich keine Ahnung, was … alles war undeutlich und verschwommen …“
„Zuerst war ich froh, dass du Abstand gewahr hast. Meine Kollegen wissen, dass ich schwul bin, auch einige Eltern. Bis jetzt gab es noch nie Probleme … allerdings habe ich es auch noch nie mit dem Vater eines meiner Schüler getrieben!“ Zuerst lacht Frank auf. Aber sein Lachen klingt nicht echt, nicht so wie eben noch. Als sich unsere Blicke treffen, kann ich die Unsicherheit in seinen Augen sehen. Es ist irgendwie beruhigend, dass er auch nicht so richtig weiß, wie er mit der Situation umgehen soll. Ich habe das Gefühl, dass uns das auf eine merkwürdige Art verbindet.
„Nach einer Weile wurde mir klar, dass du mich wirklich nicht erkannt hattest. Ich habe deine Nähe gesucht und gehofft, dass du irgendwie reagieren würdest … aber das hast du nicht. Du hast mich nur fragend angesehen … hast mich wie einen vollkommen Fremden behandelt und ich fühlte mich wütend und … und verletzt!“ Wieder bohren sich seine Augen tief in mich hinein. Ich winde mich unter seinem Blick. Es ist mir peinlich.
„Ich wusste es nicht!“, murmle ich und schließe die Augen.
„Aber jetzt weißt du es. Und … und was passiert nun mit uns?“
Ich mag die Augen nicht öffnen. Seine Worte rasen durch meinen Kopf, verbinden sich mit meinen wirren Gedanken. Ein heilloses Chaos … und es wird nicht besser, als er schon wieder anfängt, an meinen Brustwarzen zu saugen.
„Jesus, fühlt sich das gut an!“, flüstere ich glucksend.
„Sag Frank zu mir!“, brummt er lachend und saugt meine rechte Brustwarze tief ein. Den süßen Schmerz kann ich bis in meine Schwanzspitze fühlen. Leise seufze ich auf, fühle, wie die Erregung erneut von meinem Körper Besitz ergreift.
„Also?“, fragt er und zieht mit seiner Zunge eine feuchte Spur über meinen Körper, „Was fangen wir mit der Tatsache an, dass sich der Sex so unheimlich gut anfühlt?“
„Mehr Sex?“, frage ich leise und knabbere nervös auf meiner Unterlippe. Frank brummt irgendetwas, dass ich nicht verstehen, dann beißt er mir in den Bauch. Ich zucke zusammen und ziehe ihn zu mir nach oben. Unsicher sehe ich ihn an. Wieso macht er mich eigentlich so nervös? Wieso habe ich das Gefühl, dass ich mich an ihn verlieren könnte? Oder es eigentlich schon habe … und es … viel zu kompliziert ist, um … um es zu zu lassen. Viel zu kompliziert!
Ehe ich mich versehe, sitzt Frank auf mir. Ich spüre, wie mein Schwanz sofort versucht sich zwischen Frank Pobacken zu schieben. Er lässt es sich gefallen, rührt sich nicht, sieht mich einfach nur an.
„Sex ist alles was du willst?“, fragt er nach einer Weile. Atemlos starre ich ihn an. Es ist schwer „Nein“ zu sagen, wenn es sich so unglaublich gut anfühlt … Es ist schwer „Ja“ zu sagen, denn ich weiß, dass es gelogen wäre …
Wir schweigen beide. Ich versuche, seinem Blick standzuhalten. Es fällt mir schwer, unglaublich schwer.
„Du weißt, dass es kompliziert ist!“, sage ich, als ich die Stille nicht mehr ertragen kann. Ich komme mir so unglaublich vernünftig vor und das passt überhaupt nicht zu mir.
„Du findest es kompliziert?“, fragt er und dreht uns mit Schwung um. Erschrocken falle ich auf ihn. Ich war viel zu sehr in Gedanken, viel zu sehr darauf fixiert, wie er reagieren würde … aber ich hatte eher an eine verbale Reaktion gedacht, als an so etwas. Frank spreizt meine Beine, schiebt seinen Schwanz in meinen Spalt. Sanft drückt die Spitze gegen meinen Eingang, ohne jedoch einzudringen. Ich fühle seine Härte, fühle die Hitze und möchte, dass er sich wieder in mich versenkt … es hat sich so gut angefühlt, so …
„Es ist ganz einfach!“ murmelt er. Augenblicklich verschwindet sein Schwanz und ich seufze leise.
„Es ist ganz einfach, Anton. Ich will genau wie du mehr Sex … aber ich möchte alles andere auch!“


Kommentare:

  1. Hey kath,
    Jesus, bin ich froh, dass es dir doch gut und bei den Jungs weitergeht *lol*
    Ich habe sie schon vermisst. Heißt das "wir können mehr lesen", dass heute noch ein weiteres Türchen kommt?
    Warum ausgerechnet Anton jetzt ihre Beziehung kompliziert findet, erschließt sich mir noch nicht. Denn der, der alles aufs Spiel setzt, ist wohl eher Frank. Aber vielleicht löst sich das Rätsel noch.

    LG aus dem blitzvereisten Berlin
    Martina

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  2. Ich hoffe ich nerve nicht allzu sehr, wenn ich nach Hannes und Farid nachfrage.
    Falls ja, dann sag es mir bitte, ich kann in solchen Sachen ganz schön hartnäckig sein.
    Vorratsspeicherungen sind doch gar nicht so schlecht, also habe kein Problem damit.
    Anton hat echt Angst, wieder verletzt und enttäuscht zu werden, weswegen er Frank keine klare Antwort geben kann und will.
    Frank ist sich seiner Sache sehr sicher und er würde auch mit der Familiensituation klar kommen.

    Ganz liebe Grüße
    Piccolo

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  3. hachja ............. gelesen *freufreu* und jetzt zum Zahnarzt und dann auf Arbeit ............ ach ist das Leben schön .
    lg kerstin

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  4. Hey - ich gehör auch zu den Hannes-bettlern ;) - aber eher leise, weil ich weiß, dass es sich unter Druck eh nicht schreiben lässt :)

    Also geht erstmal hier weiter - ja ... also außer Sex - wo stehen die zwei :) - wird sich wohl bald klären ... und wieso hat ein schwuler Mann ein Kind - das verunsichert den armen Frank doch sicherlich auch noch ...

    LG Nir77tak

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