Samstag, 31. Dezember 2011

Ein Jahr geht zu Ende

Das Jahr 2011 ist nur noch wenige Stunden alt. Zeit auch für mich, einmal über die vergangenen 364 Tage nachzudenken.
Ich mag die Feiertage. Ich liebe Weihnachten, auch wenn ich in diesem Jahr nicht wirklich viel davon hatte. Ich feiere gern Silvester. Vor allem, seitdem wir vor ein paar Jahren die richtigen „Mitfeierer“ gefunden haben und wir in feuchtfröhlicher Runde ins Neue Jahr rutschen. Die Kinder sind glücklich und die Erwachsenen ebenso … was will man mehr.

2011 war in vielerlei Hinsicht ein spannendes Jahr für mich.
Im Sinne von Karo Stein und diesem Blog steht wohl an erster Stelle die Veröffentlichung der „Sommerliebe“ und damit auch meiner zwei Geschichten „Klammeräffchen“ und „Erdbeerdaiquiri“. Ich habe mich sehr über die positive Resonanz gefreut und bin schon gespannt auf die „Winterliebe“, die sich leider doch verspätet hat.
Die Arbeit an den Geschichten war durchaus anstrengend und hat mehr Zeit verschlungen, als gedacht. Die Wochen bis zur Veröffentlichung waren für mich voller Aufregung. Ich gebe es zu, ich war manchmal sogar ein wenig kopf- und orientierungslos, habe mich mitreißen lassen und habe eine ganze Weile gebraucht, um zu erkennen, was ich eigentlich will. Aber man lernt ja dazu und einmal gemachte Fehler und Erfahrungen helfen auf jeden Fall dabei, zukünftige Projekte besser zu meistern.
Das Buch in der Hand zu halten war natürlich ein absolutes Highlight!
Die vielen wunderschönen Kommentare zu meinen Geschichten auf ff.  hauen mich allerdings immer noch mehr um. Ich kann es einfach nicht fassen, starre manchmal mein Profil an … die Anzahl der Kommentare, die Zugriffe, die Favoriteneinträge … das ist auf eine absolut geile Art surreal. Wahnsinn! Vor allem, wenn ich mir immer wieder vor Augen halte, dass ich das knapp zwei Jahre mache. Es gibt keine Geschichten von mir, die in irgendwelchen Kellerräumen oder Bodenkammern auf ihre peinliche Veröffentlichungen warten. Es gibt kein „Davor“, mal abgesehen von den Sachen, die man als Schüler schreiben musste. Ich bin also que(e)r eingestiegen und das macht den Erfolg irgendwie noch ein ganzes Stück größer!
Ein riesiges Dankeschön an all meine Leser, Kommentarschreiber, Kritiker ( Danke Martina!) und die, die mich auf meinem Weg unterstützen, mich antreiben und mir Mut machen.
Ich hoffe, ich kann euch auch im neuen Jahr weiterhin so gut unterhalten.
Ja, ich finde, das Jahr ist in dieser Hinsicht durchaus als erfolgreich zu werten.

In meinem anderen Hobby, dem Bauchtanz, hat sich auch einiges getan, mit dem ich am Anfang des Jahres gar nicht gerechnet hatte. Dachte ich damals noch: „Na hoffentlich hältst du die Leute einigermaßen zusammen!“, gab es eine Zeit, in der ich gar nicht wusste, wie ich den Ansturm bewältigen sollte. Meine erste eigene Choreographie fand großen Anklang, sowohl bei meinen Tänzerinnen, als auch beim Publikum. Und auch unsere alte Trainerin fand das, was wir auf die Beine gestellt hatten gut (nun, sie ist immer sehr kritisch …. ein gut ist in diesem Fall wie ein ausgezeichnet)
Durch so viel Zuspruch motiviert, habe ich dann an diesem Workshop teilgenommen. Ich glaube, so viele Endorphine hat mein Körper schon lange nicht mehr ausgeschüttet. Einmal abgesehen von dem unglaublichen Muskelkater war ich wirklich voller Enthusiasmus … nicht nur, dass ich knapp 9 Stunden Tanz durchgehalten hatte, sondern ich habe auch ganz viel für mich mitgenommen.
Nun bin ich auch noch dabei mir eine Kindergruppe aufzubauen. Die ersten Trainingsstunden haben unglaublich viel Spaß gemacht. Die Mädchen sind voller Begeisterung, können gar nicht genug kriegen. Ich hoffe, dass ich das im nächsten Jahr noch ein wenig mehr ausbauen kann.

Was wäre ein Jahr ohne Niederlagen? Und was wäre man, wenn man aus so einer Niederlage nicht gestärkt wieder hervortreten würde? Ich hatte meine Niederlage in einem sehr persönlichen Bereich und ich musste mich durchkämpfen … Es tat weh und ob ich wirklich gestärkt daraus hervorgehe, das wird sich wohl erst im nächsten Jahr zeigen. Stattdessen hat es mir meine eigene Unzulänglichkeit gezeigt … und vielleicht auch die Tatsache, das nicht alles, bei dem man denkt, man hätte es überwunden, auch wirklich überwunden ist und die Folgen sehr viel weitreichender sind, als man vermutet. Das hat mich verletzlich  und auch ein wenig ängstlich gemacht.
Aber dafür hatte mein Mann so viel mehr Stärke, als ich ihm in diesen Momenten zugetraut hätte. Er hat mich aufgefangen, war für mich da und hat mir gesagt, dass es schon irgendwie weiter gehen wird. Es hat mir vor Augen geführt, wie stark unsere Ehe ist, wie viel sie aushalten kann und wie sehr wir uns lieben.

Apropos Liebe … Gut, vielleicht ist Liebe ein wenig übertrieben, aber da haben sich tatsächlich noch drei weitere Männer in mein Herz geschlichen und ich hoffe, ich darf sie dort noch ein wenig behalten. Wer hätte das gedacht? Aus einer nahezu wahnwitzigen Idee ist eine Freundschaft geworden … Die Buchlesung einer unbekannten Autorin ist so viel mehr geworden.
Freunde, an denen ich mittlerweile wirklich hänge, die mir, obwohl so weit weg, viel bedeuten. Ich danke euch dafür, dass ihr mich so offen empfangen und in euer Leben gelassen habt.
Und besonders einem möchte an dieser Stelle danken. Dafür, dass er mir immer wieder eine andere Sicht auf die Dinge gezeigt und gegen meine Selbstzweifel gekämpft hat, mit seinem trockenen Humor und jeder Menge Lebenserfahrung. Ich freue mich auf das nächste gemeinsame Bier!

Und nicht zuletzt: meine Muse Kleeblatt.  Wo würde ich wohl heute ohne deinen Antrieb sein? Dein  „Druck machen“, deine Neugier und auch deine Ungeduld (obwohl ich letztere in den vergangenen Wochen wirklich auf eine harte Probe gestellt habe) Ich verspreche dir, dass es im neuen Jahr besser wird!

Und das neue Jahr? Was wird es bringen? Ein paar gute Vorsätze habe ich auf jeden Fall.
Ich würde gern ein wenig Ballast abwerfen und vielleicht im zweiten Halbjahr meinen Breitensportübungsleiterschein machen.
Ein paar neue Ideen haben sich auch eingeschlichen und wollen endlich getippt werden. Obwohl Hannes und Farid erst einmal im Vordergrund stehen. Aber so ein richtiges Buch … das ist auf jeden Fall  ein gutes Ziel … so für 2012.
Und ein paar berufliche Dinge müssen in diesem Jahr auch geändert werden. Ich hoffe, dass es klappt.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, wir hören, sehen, schreiben und lesen uns im nächsten Jahr gesund und munter wieder.


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